Mehr Platz für Lastwagen in Bahnunterführung

Derzeit dürfen nur Fahrzeuge mit einer maximalen Höhe von 3,80 Metern die Bahnunterführung passieren. Doch immer wieder bleiben Lastwagen stecken. Durch Absenken der Fahrbahn werden rund 30 Zentimeter gewonnen.
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Derzeit dürfen nur Fahrzeuge mit einer maximalen Höhe von 3,80 Metern die Bahnunterführung passieren. Doch immer wieder bleiben Lastwagen stecken. Durch Absenken der Fahrbahn werden rund 30 Zentimeter gewonnen.

HAMM-SÜDEN ▪ Die Bilder stecken gebliebener Lastwagen könnten zumindest an der Bahnunterführung Alleestraße mittelfristig der Vergangenheit angehören. So wurde jetzt bekannt, dass die Fahrbahn entgegen bisheriger Annahmen deutlich abgesenkt werden kann, ohne die Brückenstatik zu beeinträchtigen.

„Wir haben noch rund 30 Zentimeter Luft“, informierte der städtische Verkehrsplaner Carsten Gniot jetzt die Bezirksvertreter. 2013 sollen demnach die ersten Mittel für das Bauvorhaben in den Haushalt eingestellt werden.

Wird das Projekt verwirklicht, könnte die derzeitige Höhenbegrenzung für die Durchfahrt von 3,80 auf vier Meter angehoben werden. Erst ab 4,50 Meter könne ganz auf ein Schild verzichtet werden, weist Stadtsprecher Christian Strasen auf die aktuelle Rechtslage hin. Einen Wert oberhalb von vier Metern, der hier möglich wäre, sehe die Straßenverkehrsordnung nicht vor. Auf jeden Fall, betont Strasen, gebe es für Lastwagen mit normaler Bauhöhe bei Absenkung der Fahrbahn keine Probleme mit dem Durchkommen mehr.

Dass der Umbau möglich ist, weiß die Verwaltung, seit die Brücke genauer untersucht wurde. Anlass waren die vielen unfreiwilligen Lkw-Stopps samt der damit einhergehenden Verkehrsbehinderungen, aber auch die verkehrliche Bedeutung der Unterführung. Und die steigt noch deutlich an, wenn – wie im Verkehrsentwicklungsplan vorgesehen – die so genannte RLG-Trasse gebaut wird sowie die B 63 n, die, frühestens ab 2018, parallel des Bahndamms entstehen soll. Derzeit nutzen 22 000 Fahrzeuge den Straßenabschnitt täglich.

Wie teuer das Absenken der Fahrbahn ist, kann derzeit niemand sagen. Gniot sprach von einer „relativ kleinen Maßnahme mit großer Wirkung“, weil auch unabhängig der Straßenneubau-Projekte Umwegfahrten durch die Innenstadt vermieden würden. Die Frage der Realisierung dürfte aber stark davon abhängen, wann RLG-Trasse und B 63 n gebaut werden.

Für die Bahnunterführung Wilhelmstraße, in der sich ebenso häufig Lkw verklemmen, gibt es dem Vernehmen nach keine Lösung. Hier liegen die Züge, die die beiden Widerlager miteinander verbinden, unmittelbar unter der Fahrbahnoberfläche. ▪ jm

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