Aktuelle Zahlen aus Hamm
Bis zum Rand voll: Tierasyl kann keine Hunde mehr annehmen
Die Zahl der Hunde im Tierasyl der Stadt Hamm hat sich mehr als verdoppelt. Viele wurden aufgrund schlechter Haltung beschlagnahmt - jetzt sind gute Halter gesucht.
Hamm - Das städtische Tierasyl in Hamm kann keine weiteren Hunde aufnehmen. Wie die Lippewelle unter Berufung auf Informationen der Stadt Hamm meldet, leben in der Einrichtung aktuell 47 Hunde und damit viel mehr als gewöhnlich. Viele von ihnen seien wegen schlechter Haltung beschlagnahmt worden.
Mitte Januar 2024 hatte die Zahl der Hunde im Tierasyl noch bei 19 gelegen. Zwischenzeitlich kamen unter anderem sechs Welpen hinzu, die am 1. Februar am Lippepark in Herringen ausgesetzt wurden. Laut Lippewelle sollen sie zeitnah in möglichst gute Halter-Hände vermittelt werden. Die Tierrechtsorganisation Peta hatte eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt für den Fall, dass Hinweise die Schuldigen in diesem Fall überführen sollten. Dazu kam es einem Polizeisprecher zufolge bislang noch nicht.
Gegenüber wa.de hatte Tierasyl-Leiterin Katja Skriginski das Jahr 2023 unlängst als schlimmstes bezeichnet, das sie in Hamm erlebt habe. Sie sprach von besonders vielen Fundtieren, Beschlagnahmungen und überhaupt traurigen Tierschicksalen.
Tierasyl Hamm: Hunde suchen neues, gutes Zuhause
Auf der Homepage der Einrichtung werden stets aktuell Tiere vorgestellt, die ein neues Zuhause suchen - zum Beispiel der Malinois Schäferhund-Mix Anton und der Cocker-Beagle-Mix Balu. Auch gibt es dort jede Menge gute und hilfreiche Informationen für Finder, Vermissende und viele andere Interessenten. Persönliche Besuche sind nur nach vorab vereinbarten Terminen möglich. Die Telefonnummer lautet 02381/3050121, die Mailadresse ist info@tierasyl-hamm.de.
Das Tierasyl wurde 1977 direkt neben dem Tierpark an der Grünstraße eröffnet. Betrieben und verwaltet wird es gemeinsam von der Tierpark Hamm gGmbH und der Stadt. Nicht aufgenommen werden Pensionstiere.
Rubriklistenbild: © Monique Wüstenhagen/dpa-tmn