Arbeiten und Kampfmittelsondierung
Besonderer Neubau: Das ist der Grund für die Baustelle im Kurpark
Hamm – Zäune, Erdhaufen, Ausschachtungen und Kampfmittelsondierung im Kurpark? Eine große Baustelle im Kurpark sorgt seit einigen Tagen für Verwunderung bei Radler und Spaziergängern.
Was lange währt, wird endlich gut. Diese Phrase trifft offenbar auch auf den Gradierwerksgarten im Hammer Kurpark zu. Ein erstes Konzept, wie der Bereich, in dem seit 2009 auch das Gradierwerk steht, attraktiver gestaltet werden soll, gab es schon 2003. Dann kam im Rahmen des „Entwicklungs- und Pflegekonzepts Kurpark 2017“ vor zwei Jahren Bewegung in die Sache. In den zurückliegenden Tagen wurden dann – nach rund zwei Jahren Planungsphase – die ersten sichtbaren Arbeiten durchgeführt.
Radfahrer und Spaziergänger wunderten sich zunächst einmal über die Baustelle im Kurpark. Denn: so ganz ersichtlich ist noch nicht, dass dort, wo jetzt noch Geröllhügel liegen, bald ein kleines Paradies entsteht.
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Arbeiten um ein Jahr verspätet
Bei der Fläche handele es sich um das spätere Baufeld für den Gradierwerksgarten, erklärt Stadtsprecher Tobias Köbberling. Das Areal sei für die notwendigen Kampfmittelsondierungen weitgehend freigeräumt und abgesperrt worden. „Ganz aktuell haben wir die Nachricht erhalten, dass Kampfmittelfreiheit vorliegt“, sagt der Stadtsprecher. Nun soll mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden.
Die haben sich bereits beträchtlich verzögert. „Der Gradierwerksgarten sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr errichtet werden“, so Köbberling. Das hat allerdings einen erfreulichen Grund: Im Frühsommer 2018 war der Lions Club Hamm mit der Bitte auf das Fachamt der Stadt zugekommen, zu prüfen, ob der Garten durch eine zusätzliche Brunnenanlage aufgewertet werden könnte. Ursprünglich war eine solche Anlage vorgesehen, der Stadt fehlte aber das nötige Geld.
Zeitplan Anfang September
Durch die Spendenzusage des Lions Clubs wurden die Pläne noch einmal umgestaltet. Bedingt durch den neuen Planungs- und Abstimmungsprozess habe mit dem Bau des Gradierswerksgarten in 2018 dann nicht mehr begonnen werden können, erklärt Köbberling.
Wann der Gradierwerksgarten nun fertig sein soll, konnte der Stadtsprecher nicht sagen. „Die ausführende Garten- und Landschaftsbau-Firma kann nun den weiteren Ablauf planen. Einen neuen Zeitplan erhalten wir allerdings erst zu Anfang September“, erklärt Köbberling. Bis dahin werde es zunächst auch keine weiteren Bautätigkeiten geben.
Kloster- oder Paradiesgarten
Angelehnt ist das Konzept an einen Kloster- oder Paradiesgarten. Unweit des Gradierwerks soll auf etwa 1000 Quadratmetern ein grünes und blühendes Eiland entstehen. Im Zentrum ist ein kreisrundes Granitbecken mit 2,15 Metern Durchmesser und drei Schaumquelldüsen vorgesehen. Das soll zusammen mit der notwendigen Technik rund 100.000 Euro kosten. Die Gesamtkosten des Projektes liegen dann bei etwa 400.000 Euro, von denen 333.000 Euro vom Bund gefördert werden.
Durch eine Spende des Lions Clubs in Höhe von 30.000 Euro bleibt für die Stadt ein Eigenanteil von lediglich 37.000 Euro übrig.
