Kurpark soll noch attraktiver werden mit Gradierwerksgarten

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Besonders prächtig ist der Kurpark mit der Saline bislang im goldenen Herbst, aber nach der Fertigstellung des geplanten Gradierwerksgartens sicherlich auch in der übrigen Zeit.

Hamm-Osten - Der Kurpark soll noch attraktiver werden. Nach der Beratung in der Bezirksvertretung Uentrop beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am Dienstag die Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes. Ein Projekt ist der Gradierwerksgarten.

Mehr Aufenthaltsqualität, neue Akzente und eine bessere Anbindung an die Innenstadt sind einige der Aspekte, die die Umsetzung des „Entwicklungs- und Pflegekonzepts Kurpark 2017“ nach sich ziehen sollen. Wie sich diese Veränderungen auch auf die Entwicklung des Bezirks Uentrop auswirken und was das Konzept genau vorsieht, erklärte Marcus Bijan, Abteilungsleiter Grünflächen im Tiefbauamt, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Uentrop. „Der Kurpark ist Motor für Stadtentwicklung“, machte Bijan die Bedeutung des Areals deutlich. Das würden auch die Ansiedlungen verschiedener Einrichtungen vor allem aus dem Gesundheitsbereich, inzwischen aber auch aus der Gastronomie zeigen. Weil sich in den vergangenen zehn bis 15 Jahren viel getan habe um den und im Kurpark, habe man nun ein Konzept aus dem Jahr 2003 wieder zur Hand genommen und dies weiterentwickelt, erklärte Bijan den Hintergrund des „Entwicklungs- und Pflegekonzepts Kurpark 2017“.

Eingänge werden aufgewertet

Dabei gibt es Aspekte, die gesamtstädtisch zu sehen sind – wie eine bessere Anbindung des Kurparks an die Innenstadt –, andere betreffen den Standort an sich und damit auch den Hammer-Osten. So ist es auch beim Thema Eingänge und Übergänge zum Kurpark: Diese sollen künftig „visuell, gärtnerisch und vielleicht auch künstlerisch deutlich gemacht und aufgewertet werden“, erklärte Bijan. „Man muss hierbei aber auch den Straßenverkehr im Blick haben“, betonte er dabei vor dem Hintergrund, dass sich schließlich das Schaffen von Zugängen und Übergängen auch auf verschiedene andere Bereiche auswirken könne. Ein Übergang soll vom Exerzierplatz in Richtung Gradierwerk entstehen, erklärte er. „Es wird aber keine neue Brücke über die Ahse geben.“

„Erlebbarmachen des Elements Wasser“

Das größte Thema der anschließenden Diskussion der Uentroper Bezirksvertreter bezog sich auf die Planungen zum geplanten Gradierwerksgarten. Dieser soll, erklärte Bijan, eine „zentral gestaltende Maßnahme der Kurparkentwicklung“ sein und das bereits bestehende Gradierwerk durch Pflanzen und das „Erlebbarmachen des Elements Wasser“ aufwerten. Grüne vermissen Kostenaufstellung Dabei schien die Bezirksvertretung weitgehend hinter dem Konzept zu stehen – wenngleich Michael Bömelburg von Bündnis 90/Die Grünen kritisierte, dass es noch keine Kostenaufstellung gebe. Kritisiert wurde auch der Entwurf selbst, der nur teilweise konkrete Formulierungen beinhaltet. So kam die Frage auf, wie das Element Wasser denn in den Gradierwerksgarten eingebaut werde. Möglich sei ein Brunnen, erklärte Bijan, denn „ein Brunnen gehört einfach in einen Garten hinein“.

Hohe Priorität

Für Ratsfrau Monika Schnieders-Pförtzsch (CDU) stellte sich angesichts der vielen Vorhaben die Frage nach den Prioritäten. „Wenn man eine Prioritätenliste aufstellen würde, wäre der Gradierwerksgarten ganz oben“, bezog Abteilungsleiter Bijan deutlich Stellung. Hintergrund ist, dass die Umsetzung der Vorhaben natürlich auch am zur Verfügung stehenden Geld liege. Vom Geld abhängig sei auch die Umsetzung des „Kunstpfad 2025“, bei dem großformatige Skulpturen im Hammer Osten, schwerpunktmäßig im Kurpark, installiert werden und damit die Attraktivität steigern sollen. Bei einer Enthaltung und keiner Gegenstimme wurde das Konzept von der Bezirksvertretung empfohlen. In der heutigen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses soll dieses beschlossen werden – vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksvertretung Mitte, die Donnerstag tagt.

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