Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Lage verschärft sich: In zahlreichen Regionen drohen jetzt Schnee, Glatteis und Eisregen
Der Winter kündigt sich erneut an, zahlreiche Regionen rutschen in die nächste Winter-Phase. Es drohen Schnee, Eisregen und stürmische Böen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Zur Wochenmitte (28. Januar) setzen erneut Niederschläge ein, die regional sehr unterschiedliche Gefahren bringen. Im Nordwesten sowie zunehmend im südlichen und südwestlichen Bergland fällt Schnee, teils bis in mittlere Lagen. Gleichzeitig droht im Südosten und im zentralen Mittelgebirgsraum gefrierender Regen, der binnen kurzer Zeit spiegelglatte Straßen erzeugen kann. Pendler müssen mit Verzögerungen rechnen, da schon geringe Eisansätze ausreichen, um den Verkehr lahmzulegen.
Auch abseits der Straßen steigt das Risiko, etwa durch vereiste Gehwege, belastete Stromleitungen und rutschige Bahnsteige. Kommunen bereiten Winterdienste vor, warnen vor unnötigen Fahrten und empfehlen flexible Arbeitszeiten, um Stoßzeiten zu entzerren und Unfälle zu vermeiden.
Wetter am Donnerstag: Schneefront schiebt sich nach Norden
Am Donnerstag (29. Januar) breiten sich die Schneefälle vom Südosten über die Mitte aus und erreichen im Tagesverlauf auch nördlichere Regionen. Besonders in der nördlichen Mitte sind regional markante Neuschneemengen innerhalb kurzer Zeit zwar nur gering wahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Im Westen und Südwesten kann die Luft vorübergehend milder werden, sodass Schnee in Regen übergeht. Dort besteht lokal Glatteisgefahr, wenn Niederschläge auf kalte Böden treffen.
Zusätzlich frischt an den Küsten der Ostwind auf, exponiert mit stürmischen Böen, was die gefühlte Kälte deutlich erhöht. Seeverkehr und Fährverbindungen sollten die Lage aufmerksam verfolgen, da Wind und Schnee die Abläufe verzögern und kurzfristige Einschränkungen erzwingen können.
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Wetter von Freitag bis Sonntag: Eisregen bleibt das größte Risiko
Zum Ende der Woche verschärft sich die Wetter-Lage erneut. In der Nacht zum Freitag (30. Januar) sowie am Freitag selbst sind im Westen und Süden gefrierender Regen und verbreitete Glatteisbildung wahrscheinlich, lokal mit Unwetterpotenzial. Auch am Samstag kann es im Süden, im zentralen Mittelgebirgsraum und im Nordwesten nochmals zu gefährlichem Eisregen kommen.
An den Küsten halten stürmische Ostböen in exponierten Lagen an. Insgesamt bleibt hohe Aufmerksamkeit nötig, denn die Kombination aus Schnee, Eis und Wind erhöht die Belastung für Verkehr, Infrastruktur und Einsatzkräfte bis in den Sonntag hinein.
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