Birgt Gefahren

Deutschland droht Blutgewitter: Meteorologe warnt vor Wetterwende mit unheimlichem Phänomen

Erst Staub, jetzt Regen in Rot: Am Wochenende wird es blutig am Himmel. Experten warnen vor Saharastaub-Auswaschungen, Blutgewitter und Gesundheitsrisiken.

München – Nach dem Saharastaub kommt jetzt das nächste außergewöhnliche Wetterphänomen: Blutgewitter. Diplom-Meteorologe und Buchautor Dominik Jung von wetter.net erklärt: „Wenn der Saharastaub aus der Atmosphäre durch kräftige Schauer oder Gewitter ausgewaschen wird, färbt sich der Regen bräunlich bis rötlich – im Volksmund spricht man dann vom Blutregen. Wenn das Ganze noch von Blitz und Donner begleitet wird, reden wir von einem echten Blutgewitter.“

Saharastaub und Regen sorgen für Blutregen. Ablagerungen von Staub und Sand wird man besonders auf Fensterscheiben und Autolack sehen.

Blutgewitter im Anmarsch – Wetterexperte erklärt, was hinter dem Phänomen steckt

Besonders am Samstagabend (22. März) und auch am Sonntag (23. März) wird dieser dramatische Effekt im Westen Deutschlands zu sehen sein. Gewaltige Schauer und Gewitter waschen den Staub aus der Luft und sorgen für beeindruckende, aber auch beängstigende Bilder am Himmel. Die Temperaturen bleiben mild, doch es wird ungemütlich und unberechenbar.

Saharastaub trifft Wetterwende: Autos, Fenster und Gesundheit bedroht

Viele Autofahrer werden am Sonntagmorgen (23. März) überrascht sein: Die Autos sind überzogen von rötlich-braunen Flecken, die an Farbe oder Rost erinnern. Der Saharastaub enthält neben Sand auch Schadstoffe, Bakterien und Pilzsporen. Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien sollten besonders vorsichtig sein, denn die feinen Partikel können die Luftqualität stark belasten. Fenster und Türen geschlossen halten heißt die Devise. Wer sein Auto draußen parkt, wird mit hartnäckigem Schmutz kämpfen. Experten raten davon ab, den Staub trocken abzuwischen – das kann den Lack zerkratzen. Besser: sanftes Abspülen oder direkt in die Waschanlage.

Wetterprognose für Deutschland: Meteorologe kündigt „blutiges“ Wochenende an

Am Samstagabend (22. März) und Sonntag (23. März) erreicht das Blutgewitter seinen Höhepunkt. Vor allem im Westen drohen heftige Schauer und Gewitter, die den Saharastaub in großen Mengen zu Boden spülen. Es wird rutschig auf den Straßen und ungemütlich für alle, die unterwegs sind. Spaziergänger sollten vorsichtig sein und auf glitschige Wege achten. Dominik Jung beruhigt jedoch: „Ernsthafte Gesundheitsgefahren bestehen nur für besonders empfindliche Menschen.“ Am Montag kehrt vorerst Ruhe ein – doch die blutroten Himmel und verdreckten Straßen werden allen noch lange im Gedächtnis bleiben. Ein seltenes Natur-Spektakel, das man besser aus sicherer Entfernung bestaunt.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Marijan Murat und Universität Athen

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