Kolumne vom Metrologen Dominik Jung
Wetter kippt Richtung Winter-Wende: An welchem Wochenende Eisluft eine Schneedecke bringen könnte
Mitte Dezember braut sich über Europa etwas zusammen. Kalte Luftmassen drängen nach Süden und erste Modelle zeigen sogar Schnee. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung
Hamm – Der 3. Advent (14. Dezember) rückt näher und mit ihm steigt die Spannung in der Wetterwelt. Mehrere Wetter-Modelle deuten inzwischen einen markanten Kaltluftvorstoß an, der Deutschland nahezu vollständig erfassen könnte. Besonders das GFS zeigt seit Tagen wiederholt Szenarien mit kräftigem Frost und verbreitetem Schnee.
Auch das ECMWF zieht langsam nach und schwenkt Schritt für Schritt in die Richtung eines deutlich kälteren Witterungsabschnitts. Diese zunehmende Modellübereinstimmung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich ein winterlicher Wetterumschwung bevorsteht.
Wetter-Überraschung im Dezember: Kommt die Frostphase mit Schnee?
Die heranströmende arktische Luft hätte das Potenzial, eine geschlossene Schneedecke in Teilen Deutschlands zu ermöglichen. Entscheidend wird allerdings sein, wie aktiv die begleitenden Tiefdrucksysteme ausfallen und ob Niederschläge rechtzeitig auf die kalte Luft treffen. Einige Läufe simulieren genau diese Kombination und lassen verbreitet Schneefälle aufziehen. Andere Varianten bleiben dagegen zurückhaltender und zeigen eher trockene Kälte. Fest steht jedoch, dass die Atmosphäre auf eine spannende Phase zusteuert, die durchaus überraschende Wendungen bringen kann.
Macht das Hoffnung auf weiße Weihnachten?
Trotz der zunehmenden Wintertendenz bleibt eine echte Weihnachtsprognose weiterhin unsicher. Der mögliche Kaltlufteinbruch zum 3. Advent (14. Dezember) könnte ein erster Schritt sein, sagt jedoch noch nichts über die Stabilität des Musters in den darauffolgenden Tagen aus. Für weiße Weihnachten müsste sich die Kälte halten und erneut Niederschlag auftreten, was aktuell zwar nicht ausgeschlossen ist, aber modelltechnisch noch weit von einer belastbaren Aussage entfernt. Zunächst heißt es daher, den 3. Advent abzuwarten und zu verfolgen, wie sich das Muster entwickelt. Erst danach werden realistische Aussagen zur Festtagswetterlage möglich.
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