Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Wende in der Adventszeit: Modell zeigt Winter-Turn mit Kälte und Schnee
Nach grauen Advents-Wetter deutet das GFS-Modell erste Abkühlungssignale an. Reicht es für einen neuen Wintereinbruch? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Die Woche zwischen dem 1. (30. November) und 2. Advent (7. Dezember) präsentiert sich überwiegend grau, feucht und unspektakulär. Für viele Regionen dominiert typisches Schmuddelwetter mit leichten Niederschlägen und häufigen Wolkenfeldern. Während es im Norden und Osten eher nasskalt bleibt, zeigt sich der Westen milder mit Höchstwerten bis etwa 10 Grad, lokal auch 12 bis 13 Grad.
Eine Schneedecke ist bis zum 2. Advent für die meisten Menschen in Deutschland damit kein Thema. Die Atmosphäre wirkt träge, größere Wetterumschwünge bleiben aus und die eingefahrene Westlage bestimmt das Geschehen ohne nennenswerte Überraschungen.
Nach dem 2. Advent: Erste Signale für erneute Abkühlung
Erst nach dem 2. Advent (7. Dezember) deutet sich ein mögliches Ende der meteorologischen Wetter-Langeweile an. Das amerikanische GFS-Modell der NOAA zeigt vermehrt sogenannte „Zuckungen“ in Richtung Abkühlung. Diese können erste Hinweise auf eine Umstellung der Großwetterlage liefern.
Ein Vorstoß kälterer Luftmassen aus dem Norden oder Nordosten wäre zumindest im Bereich des Möglichen. Vereinzelt tauchen Modellläufe auf, die sogar Schneefall bis in tiefere Lagen andeuten. Doch vor voreiligen Schlüssen sei gewarnt: Die Signale sind bislang schwach, zeitlich variabel und in ihrer Intensität unsicher. Ein belastbarer Trend lässt sich daraus noch nicht ableiten.
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Wintereinbruch möglich – aber keinesfalls sicher
Die entscheidende Frage lautet: Entwickelt sich aus den Modellansätzen tatsächlich ein neuer Wintereinbruch? Möglich ist das durchaus, denn einzelne Läufe deuten auf eine schwächere Westströmung und potenziell mehr Einfluss kontinentaler Kaltluft hin. Für Winterfans sind das zumindest erste Hoffnungszeichen.
Dennoch bleibt das Ganze im Bereich der Spekulation. Modelle reagieren in dieser Jahreszeit sensibel auf kleinste Veränderungen, und Trends können schnell wieder verschwinden. Fest steht jedoch: Nach dem 2. Advent (7. Dezember) könnte die Wetterlage deutlich spannender werden als zuvor. Ob sich daraus echter Winter mit Schnee ergibt, entscheiden die kommenden Tage der Modellbeobachtung. Auch für Weihnachten zeichnet sich eine Prognose ab.
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