Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Bereits in wenigen Tagen: Wetter-Wende könnte bevorstehen – Modelle zeichnen Szenario
Zwischen Weihnachten und Neujahr verdichten sich Hinweise auf einen markanten Wetterumschwung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – In den vergangenen Stunden haben mehrere Wettermodelle erneut sehr große Kältesignale berechnet. Besonders das europäische Modell simuliert zeitweise Dauerfrost zwischen den Jahren. In einzelnen Läufen tauchen zu Silvester und in der Nacht auf Neujahr Tiefstwerte zwischen minus fünf und minus fünfzehn Grad auf.
Für viele Regionen wäre das außergewöhnlich und würde den kältesten Jahreswechsel seit mindestens fünfzehn Jahren bedeuten. Auffällig ist jedoch, dass diese Lösungen nicht stabil sind. Von Lauf zu Lauf wechseln Intensität, Lage der Kaltluft und Dauer der Frostphase teils deutlich. Genau diese Sprunghaftigkeit ist typisch für einen Zeitraum, der noch rund vierzehn Tage entfernt liegt.
Wetter-Prognose zum Jahreswechsel: Unsicherheit bleibt hoch, trotz klarer Abkühlungstendenz
Trotz der spektakulären Einzelrechnungen darf daraus noch keine feste Prognose abgeleitet werden. Einige Modellvarianten rechnen weiterhin mit abgeschwächten Kaltluftstößen oder zwischenzeitlichen Milderungen. Entscheidend wird sein, wie sich die großräumige Zirkulation über dem Nordatlantik entwickelt und ob blockierende Hochdruckgebiete entstehen.
Schon kleine Verschiebungen können darüber entscheiden, ob eisige Kontinentalluft nach Mitteleuropa vordringt oder ob atlantische Luftmassen den Frost begrenzen. Sicher erscheint derzeit vor allem eines. Ab Weihnachten setzt sich wahrscheinlich ein deutlich kälterer Witterungsabschnitt durch, dessen genaue Ausprägung jedoch noch offen ist und vorerst weiterhin unverändert schwierig bleibt.
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Schnee und Extremwerte möglich aber keineswegs sicher
Neben der Kältefrage rückt auch das Thema Schnee zunehmend in den Fokus. Mehrere Modellläufe lassen winterliche Niederschläge zu, teils auch in tieferen Lagen. Ob daraus eine weiße Landschaft entsteht, hängt stark von Timing und Temperaturprofil ab.
Gerade im Übergangsbereich zwischen milden und kalten Lösungen sind Regen, Schneeregen und Schnee oft eng beieinander. Auch Extremwerte tauchen immer wieder in den Berechnungen auf, verschwinden aber im nächsten Lauf erneut. Für Wetter-Interessierte bleibt die Phase zwischen Weihnachten und Neujahr daher besonders spannend. Fest steht aktuell nur, dass Ruhe kaum zu erwarten ist und die Modelllage weiter aufmerksam beobachtet werden sollte.
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