Besondere Einladung
Gelsenkirchen kontert Jimmy Kimmels Spott
Jimmy Kimmel zweifelt an Gelsenkirchens Existenz. Die Stadt reagiert prompt und lädt den US-Moderator ein, sich vom Gegenteil zu überzeugen.
Gelsenkirchen/Hollywood – Erst wenige Tage ist es her, dass der bekannte US-Moderator Jimmy Kimmel in seiner Show „Jimmy Kimmel Live!“ die Existenz von Gelsenkirchen infrage gestellt hat. Jetzt hat die Stadt reagiert und den Moderator der Late-Night-Show eingeladen. „Es lohnt sich, Gelsenkirchen zu besuchen“, sagte die Bürgermeisterin Karin Welge (SPD) im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Jimmy Kimmel „unsicher, ob Gelsenkirchen wirklich existiert“
Jimmy Kimmel hatte in seiner Sendung „Jimmy Kimmel Live“ in der letzten Woche darüber gesprochen, dass der ehemalige US-Präsident Donald Trump von sich behauptet, bekannter zu sein als die Sängerin Taylor Swift. Dem hatte Kimmel widersprochen und unter anderem gefragt, wie bekannt Trump etwa in Tokio, Singapur oder Gelsenkirchen (NRW) sei. In der Stadt im Ruhrgebiet spielt die extrem erfolgreiche Sängerin in diesem Jahr immerhin drei Konzerte.
Damit muss Trump sich erstmal messen. „Ich bin nicht mal sicher, ob Gelsenkirchen wirklich existiert“, hatte Kimmel etwas spöttisch im Scherz gesagt. Was er damit im Ruhrgebiet und in Deutschland lostreten würde, war dem 56-Jährigen vermutlich nicht klar. Viele Zeitungen und Online-Medien berichteten von Kimmels Spott über die Stadt im Ruhrgebiet.
Manche wähnten Gelsenkirchen schon als zweites Bielefeld. Der Stadt in Ostwestfalen wird nachgesagt, dass sie eigentlich nicht existiere. Jetzt hat sich sogar Karin Welge, Bürgermeisterin in Gelsenkirchen, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitungen ausführlich zu dem Sachverhalt geäußert. Demnach freue sie sich über „jedwede PR für Gelsenkirchen“.
Bürgermeisterin von Gelsenkirchen lädt Kimmel zum Besuch in die Stadt ein
Niemand solle außerdem auf die Idee kommen, dass Gelsenkirchen in irgendeiner Form mit Bielefeld konkurrieren wolle. Am Wochenende nach der Ausstrahlung habe das Stadtmarketing von Gelsenkirchen Kimmel bereits eine Einladung geschickt, „damit er sich vor Ort persönlich davon überzeugen kann, dass es ‚Gelsenkirchen Germany‘ wirklich gibt“, sagt Welge.
Taylor Swift 2024 auf Tour: Die Deutschland-Termine im Überblick
- Mittwoch, 17. Juli 2024: Veltins-Arena in Gelsenkirchen, Deutschland
- Donnerstag, 18. Juli 2024: Veltins-Arena in Gelsenkirchen, Deutschland (Zusatz-Konzert)
- Freitag, 19. Juli 2024: Veltins-Arena in Gelsenkirchen, Deutschland (Zusatz-Konzert)
- Donnerstag, 23. Juli 2024: Volksparkstadion in Hamburg, Deutschland
- Freitag, 24. Juli 2024: Volksparkstadion in Hamburg, Deutschland (Zusatz-Konzert)
- Samstag, 27. Juli 2024: Olympiastadion in München, Deutschland
- Sonntag, 28. Juli 2024: Olympiastadion in München, Deutschland (Zusatz-Konzert)
Außerdem lädt Welge den Moderator noch zu einem persönlichen Treffen am Rande eines Taylor-Swift-Konzertes in der Veltins Arena ein. Die Sängerin wird in Gelsenkirchen noch zwei zusätzliche Konzerte zu dem eigentlich geplanten geben. Die Nachfrage für Tickets war so hoch, dass bereits wenige Tage nach Bekanntgabe der Termine viele Hotels und Unterkünfte im Ruhrgebiet ausgebucht waren.
Damit Kimmel sich schon vorher einen Eindruck von der Stadt machen kann, habe man ihm schon mal einen Link zu einer touristischen Website über Gelsenkirchen geschickt. „Wir sind schon sehr auf Kimmels Antwort gespannt“, sagt Welge. Neben dem Konzert von Taylor Swift finden 2024 auch Spiele der Fußballeuropameisterschaft in Gelsenkirchen statt. Wie Welge sagt, scheint es ein „ziemlich gutes Jahr“ für Gelsenkirchen zu werden. „Und jetzt hat uns ein Herr Kimmel auch noch weltberühmt gemacht.“ (ebu)
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