Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
30 cm Schnee und Kälte: Winter-Szenario könnte bevorstehen – doch Wettermodelle widersprechen sich
Ein mögliches Kälte-Comeback zum 3. Advent sorgt für Wirbel. Doch andere Wetter-Modelle bleiben vorsichtig. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Rund um den 3. Advent (14. Dezember) tauchen in den Berechnungen des amerikanischen GFS-Modells immer wieder Szenarien eines deutlichen Kälteeinbruchs auf. Tagsüber leichter Frost, nachts sogar Werte unter minus zehn Grad und dazu mehrere Zentimeter Neuschnee: Diese Kombination würde vielen Regionen einen abrupten Start in eine winterliche Phase bescheren.
Besonders in den Staulagen der Mittelgebirge wären laut GFS bis zu 30 Zentimeter Schnee möglich, während selbst tiefere Lagen 5 bis 10 Zentimeter erreichen könnten. Für Winterfreunde klingt das verlockend, gerade nach den oft milden Adventswochen der vergangenen Jahre. Doch wie belastbar ist dieses Signal wirklich?
Deutliche Zurückhaltung bei anderen Wetter-Modellen
So spannend die GFS-Läufe erscheinen, die anderen großen Wettermodelle ziehen bisher kaum mit. Weder das europäische ECMWF noch das kanadische GEM deuten aktuell einen ähnlich markanten Wintereinbruch an. Die Temperaturen werden dort zwar etwas gedämpft, aber ohne den drastischen Frost, den das GFS mehrfach berechnet. Auch beim Niederschlag herrscht Zurückhaltung: Während das GFS kräftige Schneefälle simuliert, zeigen andere Modelle eher leichte, vorübergehende Winterimpulse. Diese Modellspanne deutet auf eine insgesamt noch geringe Prognosesicherheit hin. Die kalten GFS-Szenarien können ebenso rasch verschwinden, wie sie aufgetaucht sind.
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Wetter in der Adventszeit: Zwischen Hoffnung und Enttäuschungspotenzial
Für alle, die auf einen winterlichen Advent hoffen, bietet die Lage sowohl Chancen als auch Risiken. Sollte sich das GFS mit seinem Kältemuster durchsetzen, könnte dies der Auftakt zu einer ungewöhnlich kalten Episode sein, die möglicherweise bis Weihnachten anhält. Ebenso denkbar ist jedoch, dass die milderen Modelle recht behalten und der große Wintereinbruch ausbleibt. Die derzeitige Unsicherheit mahnt zur Vorsicht: Noch handelt es sich eher um ein mögliches Szenario als um einen wahrscheinlichen Trend. Klar ist nur, dass die kommenden Modellläufe entscheidend sein werden, ob Winterfans jubeln oder enttäuscht zurückbleiben.
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