Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Phänomen spaltet Deutschland: Nächste Frostwelle kommt – mit Februar-Überraschung
Deutschland steckt zwischen eisigem Russlandhoch und milder Atlantikluft. Schnee, Eisregen und neue Kältewellen drohen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Deutschland liegt derzeit genau auf der Grenze zwischen zwei völlig unterschiedlichen Luftmassen. Über Russland und Skandinavien hält sich seit Tagen das kräftige Kältehoch Daniel, das trockene und sehr kalte Kontinentalluft nach Westen schickt. Gleichzeitig ziehen vom Atlantik immer wieder Tiefdruckgebiete mit feuchter, milder Luft heran.
Treffen beide Strömungen über der Mitte des Landes aufeinander, entstehen Schnee, gefrierender Regen und glatte Straßen. Besonders im Norden und Osten sorgt diese festgefahrene Wetterlage für eine regelrechte Eisphase, während weiter südwestlich häufig nur Regen fällt und die Temperaturen zeitweise über null Grad steigen.
Wetter-Prognose zeigt neue Kälte in Deutschland: Kurze Milderung, dann neuer Dauerfrost
Zum Ende der Woche (6. Februar) könnte das Hoch vorübergehend etwas nach Osten gedrängt werden. Dadurch steigen die Temperaturen vor allem im Nordosten kurzzeitig leicht ins Plus, doch diese Phase dürfte nicht lange anhalten. Schon ab Sonntag rechnen viele Modelle wieder mit zunehmendem Dauerfrost, besonders zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen. Tagsüber wären dort Werte um minus fünf Grad möglich, nachts sogar unter minus zehn Grad. Verantwortlich bleibt das blockierende Hoch, das immer wieder kalte Luft nach Mitteleuropa lenkt und die Wetterlage nur langsam verändert.
Wie sicher ist die nächste Kältewelle? Westen von Deutschland könnte Wetter-Schelle entgehen
Während der Nordosten relativ klar auf der kalten Seite bleibt, ist die Entwicklung im Westen deutlich unsicherer. Einige Berechnungen lassen die Kälte weiter nach Westen vorstoßen, andere halten die mildere Atlantikluft stabil. Gerade Richtung kommende Woche und zur Fastnachtszeit könnte sich daher eine spannende Wetterphase entwickeln. Sollte das Hoch erneut kräftiger werden, wären auch im Westen wieder frostige Tage möglich. Noch ist das aber keine sichere Prognose, denn schon kleine Verschiebungen der Luftmassengrenze entscheiden darüber, ob Regen oder Winter zurückkehrt.
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