Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Chaos durch Glatteis und Schneemassen – Diese Regionen stehen im Zentrum der Unwetterlage
Eine gefährliche Winterlage spitzt sich zu: Eisregen, Glätte und Schnee treffen Deutschland und könnten für Chaos sorgen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung
In den kommenden Stunden breiten sich die Niederschläge weiter nach Norden und Osten aus und erfassen große Teile Deutschlands. Zunächst fällt vielerorts Schnee, vor allem in der Norddeutschen Tiefebene sowie in den mittleren Landesteilen. Die Temperaturen liegen dabei häufig um den Gefrierpunkt, was die Lage besonders kritisch macht.
Während in bodennahen Schichten frostige Luft vorhanden ist, strömt in der Höhe mildere Luft ein. Dadurch kommt es regional zu einem Übergang von Schnee zu gefrierendem Regen. Diese Konstellation ist typisch für gefährliche Glatteislagen, da der Regen beim Auftreffen sofort gefriert. Schon geringe Niederschlagsmengen reichen aus, um Straßen, Gehwege und Brücken spiegelglatt werden zu lassen. Besonders im Berufsverkehr drohen massive Einschränkungen.
Diese Regionen sind besonders vom Winnter-Wetter betroffen
Ein Schwerpunkt der Glatteisgefahr liegt vom Münsterland und Emsland über das mittlere und südliche Niedersachsen, Ostwestfalen und Nordhessen bis nach Thüringen und in den südwestlichen Teil von Sachsen-Anhalt. In diesen Regionen ist in den nächsten Stunden mit Eisregen zu rechnen, der verbreitet zu gefährlichem Glatteis führen kann.
Gleichzeitig fällt in den westlichen Mittelgebirgen sowie in Teilen der Mitte weiterhin Schnee. Dort kommen verbreitet ein bis fünf Zentimeter Neuschnee zusammen, lokal auch mehr. Vom Sauerland über das Siegerland bis nach Mittelhessen sind innerhalb weniger Stunden auch kräftigere Schneefälle möglich. Diese Schneemengen können später zusätzlich überfrieren und die Situation weiter verschärfen.
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Nordosten im Fokus der Unwetterlage
Mit fortschreitender Nacht verlagern sich die Niederschläge weiter nach Osten und Nordosten. In der Osthälfte Deutschlands steigt die Wahrscheinlichkeit für eine ausgeprägte Glatteislage nochmals an. Gleichzeitig setzt dort teils intensiver Schneefall ein. Besonders im Nordosten, bis hin nach Vorpommern, können die Niederschläge am Donnerstag (5. Februar) und Freitag (6. Februar) länger anhalten.
Dort sind innerhalb von zwölf bis 24 Stunden auch zweistellige Neuschneemengen möglich. Die Kombination aus Schnee, Eisregen und gefrierender Nässe macht diese Region besonders anfällig für Verkehrschaos, Stromausfälle und Behinderungen im Alltag. Vorsicht und Zurückhaltung im Straßenverkehr sind dringend angeraten.
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