Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Schnee-Hammer vor dem 1. Advent: Bis zu 34 Zentimeter Neuschnee, danach bricht das Winter-Wetter abrupt ab
Der Winter legt nach: Bevor deutlich mildere Luft einströmt, sorgt ein letztes Schneefallereignis für beachtliche Neuschneemengen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Zum Start der neuen Woche baut sich über dem Süden Deutschlands ein Wetterwechsel auf, der noch einmal erhebliche Schneemengen mit sich bringt. Besonders vom Alpenrand bis in Teile des südlichen Alpenvorlands breiten sich ab Dienstagabend (25. November) zunehmend kräftige Schneefälle aus, die vielerorts bis in die Niederungen reichen. In den klassischen Staubereichen der Alpen sind dabei 15 bis 20 cm Neuschnee möglich, während im südlichen Alpenvorland rund 15 cm erwartet werden. Lokal kann es bei intensiveren Schneebändern auch etwas mehr sein. Parallel dazu frischt an der Nordsee der Wind deutlich auf, sodass hier zeitweise stürmische Böen auftreten können.
Mittwoch: Schnee hält sich zäh – lokal noch kräftige Mengen
Am Mittwoch (26. November) setzt sich die winterliche Lage südlich der Donau fort. Vor allem entlang des Alpenrandes schneit es in mehreren Schüben weiter, wobei die Intensität in Staulagen erneut anzieht. Hier sind nochmals über 15 cm Neuschnee möglich, in exponierten Bereichen sogar bis zu 25 cm. Die Luft bleibt frostig, in klaren Phasen können die Temperaturen in den Nächten gefährlich weit absinken und verbreitet für glatte Straßen sorgen. Wer unterwegs ist, sollte sich auf winterliche Verhältnisse und langsamer vorankommende Verkehrswege einstellen. Insgesamt addieren sich die Mengen in den höchsten Randlagen bis zum Donnerstag auf bis zu 30 cm.
Letzter Wintergruß? Danach deutliche Milderung aus Westen
So markant dieses Ereignis auch ausfällt – es könnte für längere Zeit der letzte wirkliche Wintergruß bleiben. Ab dem ersten Advent greifen kräftige Westströmungen aus dem Atlantik weiter nach Mitteleuropa über und führen deutlich mildere Luftmassen heran. Die Schneefallgrenze steigt dann rasch an, im Flachland dürfte von Schneeresten nicht mehr viel übrig bleiben. Stattdessen dominieren nasse Böden, gelegentlicher Regen und ein insgesamt spätherbstlicher Witterungscharakter. Ob und wann der Winter danach erneut ernsthaft angreifen kann, bleibt zunächst offen. Fest steht jedoch: Dieses Ereignis könnte vorerst das letzte große Schneefallfenster gewesen sein, bevor ein längerer milder Abschnitt beginnt.
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