Vorhersagen treffen oft zu
Bauernregel macht deutlich: Tag im November beeinflusst das Winter-Wetter in Deutschland
Bauernregeln zählen zu den ältesten Wetter- und Erntevorhersagen. Etliche dieser jahrhundertealten Weisheiten deuten auf das kommende Winter-Wetter hin.
Hamm – Der 11. November steht vor der Tür – und mit ihm Sankt Martin, der nach alten Volksweisheiten das Winterwetter voraussagen soll. Während Kinder mit Laternen durch die Straßen ziehen, blicken Wetterkundige gespannt zum Himmel. Denn laut jahrhundertealten Bauernregeln entscheidet sich am Martinstag, ob uns ein milder oder harter Winter bevorsteht, wie unter anderem wetter.de schreibt.
Die bekannteste Martins-Regel lautet: „Wenn an Martini Nebel sind, wird der Winter meist gelind.“ Eine weitere besagt: „Ist Martini trüb und feucht, wird gewiss der Winter leicht.“ Der Bauernregel-Experte Jurik Müller bestätigt: „Herrsche um diesen Tag herum Nebel, also feucht-trübes Wetter, sei mit einer Zwei-Drittel-Wahrscheinlichkeit (65 Prozent) ein insgesamt zu milder Winter zu erwarten“, wie die Berliner Morgenpost berichtet.
Martinstag steht kurz bevor: Bauernregel sagt Winter-Wetter hervor
Ganz anders verhält es sich bei sonnigem Martinswetter. Die Regeln „An Martini Sonnenschein, tritt ein kalter Winter ein“ oder „Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart“ prophezeien dann einen strengen Winter. Diese Vorhersagen basieren auf jahrhundertelangen Wetterbeobachtungen der Bauern.
Meteorologen nehmen die alten Volksweisheiten durchaus ernst. Professor Horst Malberg von der Freien Universität Berlin untersuchte jahrelang Bauernregeln und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis: „Die durchschnittliche Bauernregel hat eine Eintreffwahrscheinlichkeit von ungefähr 67 Prozent. Das heißt, sie führt in zwei von drei Fällen zum richtigen Ergebnis“, erklärt der Meteorologe gegenüber der taz. Eine Bauernregel gibt auch die Schnee-Wahrscheinlichkeit für die Weihnachtstage an.
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Wettervorhersage ist noch unschlüssig – DWD mit Vermutung
Der Martinstag kann aber auch den sogenannten „Martini-Sommer“ einläuten – eine letzte milde Wetterphase vor dem Wintereinbruch. Die Bauernregel „Sankt Martins Sommer währt nicht lange“ warnt jedoch vor der Vergänglichkeit dieser warmen Tage. Dieses Wetterphänomen ermöglicht teils sogar eine Weinlese im November in der Schweiz sowie in Österreich.
Die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besagt, dass es am Samstag (8. November) vielerorts trüb durch Nebel oder Hochnebel sein wird. Bis Mittwoch soll es insgesamt trüb bleiben, auf den Bergen teils sonnig. Weitestgehend soll es trocken bleiben, lokaler Nieselregen ist möglich. Von Frost scheint keine Spur zu sein, die Höchstwerte liegen wohl zwischen sechs und 13 Grad – lediglich im Süden ist lokal leichter Frost möglich. Auch der Hundertjährige Kalender gibt Prognosen für viele Wetterbedingungen. (Quellen: wetter.de, Deutscher Wetterdienst, Berliner Morgenpost, taz) (rd)