Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Nach der Winter-Watschn: Wetter-Überraschung bahnt sich nun an – Wende zum Advent

Das erste Adventswochenende bringt viel Grau, Regen und überraschend milde Temperaturen. Perfekt für Lichterglanz und Marktbesuche. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – Der erste Adventssamstag (29. November) zeigt sich, nach der kalten Wetter-Woche zuvor, vielerorts typisch spätherbstlich. Häufig dominieren dichte Wolken, die immer wieder etwas Regen bringen. Besonders im Südosten bleibt die Luft lange kühl, sodass dort stellenweise noch Glätte möglich ist, während in den Mittelgebirgen und Kammlagen kurzzeitig Schneeregen fällt.

Am Samstag (29. November) dominieren die Wolken, dazu gibt‘s Regen. Letzter Schnee fällt nur noch in den höheren Lagen.

Die Temperaturen wirken für ein Adventswochenende erstaunlich mild und erreichen im Nordwesten um 11 Grad, im Südosten sind eher 2 Grad zu erwarten. Dazu frischt der Wind spürbar auf: An Nord- und Ostsee sowie im Mittelgebirgsraum treten zeitweise starke Böen auf, in exponierten Lagen sogar stürmische. In Ostsachsen sorgt zusätzlich böhmischer Wind für ruppige Momente, die den Duft gebrannter Mandeln aber kaum vertreiben.

Wetterwende zum Wochenende: Winter wechselt in Regen, aber Kälte bleibt aus

In der Nacht bleibt die Wolkendecke meist geschlossen. Zeitweise fällt etwas Regen, der sich regional auch wieder zurückzieht und kurze Pausen zulässt. Vor allem im Südosten hält sich die mildere Luft nur zögerlich, sodass dort lokal Glätte bestehen kann. Die Temperaturen sinken auf Werte zwischen etwa 7 Grad im Westen und minus 4 Grad in einigen höher gelegenen Regionen des Südostens. Wer einen abendlichen Spaziergang über den Weihnachtsmarkt plant, sollte sich auf feuchte Böden und gelegentlich rutschige Abschnitte einstellen, aber winterliche Kälte bleibt weiterhin aus.

Wetter am ersten Sonntag im Dezember: Adventsstimmung trotz grauem Himmel

Der erste Adventssonntag (30. November) präsentiert sich mit einem ähnlichen Wettermix. Wechselnd bis stark bewölkt, immer wieder etwas Regen und in den höchsten Lagen von Kamm- und Gipfelregionen auch einmal Schneeregen oder nasser Schnee. Die Temperaturen bleiben, wie schon zu Beginn des Monats, für Ende November ziemlich mild und reichen von rund 2 Grad im Südosten bis etwa 10 Grad im Westen. Der Wind weht überwiegend schwach bis mäßig aus Süd bis Südwest. Auch wenn der Himmel oft grau bleibt, sorgen Lichterketten, Tannenduft und ein heißer Glühwein für echte Adventsstimmung, während winterliche Kälte auf sich warten lässt.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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