Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Erste Flocken auf der Wetterkarte: Wo am Wochenende der erste Schnee fallen könnte
Erste Schneeflocken könnten schon am Wochenende fallen – und Ende Oktober wird es womöglich richtig weiß. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Kaum ist der goldene Oktober so richtig in Fahrt gekommen, da tauchen in den Wettermodellen bereits die ersten winterlichen Signale auf. Das europäische Wettermodell ECMWF deutet für das kommende Wochenende eine deutliche Abkühlung in den Hochlagen Deutschlands an.
Besonders im Erzgebirge und im Bayerischen Wald könnten in der Nacht von Freitag auf Samstag (18. Oktober) erste Schneeflocken tanzen – wenn auch zunächst nur oberhalb von etwa 1000 bis 1200 Metern. Große Mengen werden es noch nicht sein, doch der symbolische „erster Schnee“-Moment des Jahres könnte damit bevorstehen. Noch handelt es sich um einen vorsichtigen Trend, aber das Wintergefühl steht in den Startlöchern.
Wetter-Modelle rechnen mit weiterer Abkühlung – Schneefallgrenze sinkt
Nach aktuellem Stand (16. Oktober) bleibt es zunächst bei einem Wechselspiel aus Regen und kühleren Phasen. Doch gegen Ende des Monats zeigen die Modelle erneut Bewegung: Mit dem Heranführen kälterer Luftmassen aus Nordwesten könnte die Schneefallgrenze in der letzten Oktoberwoche auf unter 1000 Meter sinken. Sollte sich dieser Trend bestätigen, wäre in den höheren Lagen der Mittelgebirge bereits eine dünne Schneedecke denkbar – besonders in den Nächten.
Solche Entwicklungen sind zwar noch mit Unsicherheiten behaftet, doch das Muster ist typisch für die Jahreszeit: Nach milden Oktobertagen kündigen sich erste winterliche Vorboten an. Für Meteorologen sind solche Frühschneephasen ein klassischer Übergang in die kalte Jahreszeit, oft begleitet von turbulenter Witterung zwischen Spätherbst und Frühwinter.
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Schnee im Oktober? Nicht ungewöhnlich – aber ein Vorgeschmack auf den Winter
Ein Schneefall bis in die Mittelgebirge Ende Oktober wäre keineswegs außergewöhnlich. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder ähnliche Episoden, bei denen die ersten weißen Flocken bereits um den Monatswechsel auftauchten – meist oberhalb von 800 bis 1000 Metern. Dauerhaft winterlich wird es zu dieser Zeit aber selten. Bis Schnee auch in tieferen Lagen oder gar Tälern liegen bleibt, dürfte es noch dauern.
In der Regel stellen sich erste nennenswerte Schneefälle in den Mittelgebirgen zwischen Mitte und Ende November ein, wenn sich die Kaltluft nachhaltig durchsetzen kann. Der aktuelle Trend zeigt aber: Der Herbst wird rauer, und der Winter schickt seine ersten Grüße. Für alle, die genug vom Dauerregen haben, heißt das zumindest eines – der Zauber der ersten Schneeflocken rückt näher.
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