Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Wende steht kurz bevor: Erster Kälteeinbruch folgt noch in dieser Woche – Konkreter Tag im Fokus
Am Sonntagmorgen droht der erste eiskalte Frost des Herbstes – mit klirrender Kälte bis minus 5 Grad und glatten Straßen im Osten. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München - Ein massiver Kaltlufteinbruch sorgt am kommenden Sonntagmorgen (19. Oktober) für den ersten echten Wintergruß des Herbstes. Laut aktueller Wetter-Prognose des deutschen ICON-Modells sinken die Temperaturen im Osten Deutschlands auf unter 0 Grad, in Erdbodennähe sogar auf bis zu minus 4 oder minus 5 Grad.
Besonders betroffen sind Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Teile von Bayern. In diesen Regionen steht die kälteste Nacht seit dem vergangenen Winter bevor. Schon in der Nacht zum Sonntag wird sich Frost in Bodennähe flächendeckend ausbreiten, und vielerorts kann sich Reif auf Wiesen und Autoscheiben bilden. Für Hobbygärtner heißt das: Blümchen-Alarm! Empfindliche Pflanzen sollten dringend geschützt oder ins Haus geholt werden, denn die Kälte könnte sie innerhalb weniger Stunden erfrieren lassen.
Kalte Wetter-Aussichten: Bodenfrost und Glättegefahr am Montagmorgen
Während der Westen und Südwesten Deutschlands noch von milderer Atlantikluft profitieren, herrscht östlich der Elbe bereits Spätherbststimmung. Die Temperaturen dort verharren tagsüber teils nur knapp über dem Gefrierpunkt. Besonders am Montagmorgen droht dann Glätte auf Straßen und Gehwegen – vor allem in Senken und auf Brücken. Wer früh unterwegs ist, sollte entsprechend vorsichtig fahren. Die Kombination aus nächtlicher Abkühlung und Feuchtigkeit kann selbst auf trockenen Straßen tückische Reifschichten bilden. Das gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger, die auf den ersten Frost oft unvorbereitet treffen.
Die alte Faustregel „von O bis O“ – also von Oktober bis Ostern – hat auch in diesem Jahr ihre Berechtigung. Winterreifen bieten ab etwa 7 Grad Celsius und darunter deutlich besseren Grip, weil ihre Gummimischung weicher bleibt und sich besser an kalte Straßenoberflächen anpasst. Sommerreifen hingegen verhärten bei niedrigen Temperaturen und verlieren an Haftung, was Bremswege verlängert und die Unfallgefahr erhöht.
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Wer noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte also spätestens jetzt handeln. Eine mögliche Alternative sind Ganzjahresreifen: Sie kombinieren Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen, kommen aber nur bei moderaten Bedingungen gut zurecht. In Regionen mit regelmäßigem Frost und Schnee sind klassische Winterreifen dennoch die sicherere Wahl. Der bevorstehende Kälteeinbruch zeigt deutlich – der Winter steht vor der Tür, und wer vorbereitet ist, kommt sicher durch die kalten Tage.
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