Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Wende nach Dauergrau – zwischen 3. und 4. Advent kehrt die Sonne zurück
Mehr Sonne und lokal fast frühlingshafte Werte. Der Ausblick auf spürbar freundlicheres Adventswetter überrascht. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Zwischen dem dritten (14. Dezember) und vierten Advent (21. Dezember) zeichnet sich tatsächlich eine spürbare Veränderung ab. Nach vielen Tagen mit Nebel, Hochnebel und zähem Grau meldet sich die Sonne wieder häufiger zu Wort.
Verantwortlich ist eine leicht veränderte Druckverteilung, die trockenere Luftmassen heranführt und besonders abseits der Niederungen für Auflockerungen sorgt. Zwar bleibt es in klassischen Nebelregionen wie Donau- oder Rheinniederungen weiterhin hartnäckig trüb, doch selbst dort steigen die Chancen zumindest auf kurze Aufhellungen.
Advent-Wetter in Deutschland überrascht
Vor allem im Bergland, im Westen und teils auch in der Mitte kann sich die Sonne deutlich öfter zeigen als zuletzt. Damit bekommt der Advent erstmals wieder einen freundlicheren Anstrich, der viele überraschen dürfte.
Maximalwerte um 10 Grad – mit deutlich mehr Spielraum nach oben
Mit den sonnigeren Phasen geht auch ein moderater Temperatursprung einher. Die Prognosen wurden zuletzt leicht nach oben korrigiert, vielerorts um ein bis zwei Grad. Während bei Dauergrau im Süden und Südosten weiterhin nur wenige Plusgrade erreicht werden, sind in der Westhälfte und im Nordwesten zweistellige Werte möglich. Besonders in NRW sowie in Süd- und Westniedersachsen könnten lokal sogar Spitzenwerte über 10 Grad erreicht werden. Auch am Niederrhein oder in begünstigten Lagen der Mittelgebirge fühlt es sich deutlich milder an als noch vor wenigen Tagen. Die Mischung aus Sonne, trockener Luft und leichtem Südwind verstärkt den Eindruck von ungewöhnlicher Wärme für diese Jahreszeit.
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Wetter-Prognose für die nächsten Tage: Adventswetter mit regionalen Gegensätzen
Trotz aller Lichtblicke bleibt das Wetter insgesamt wechselhaft und regional sehr unterschiedlich. Während Berglagen im Süden häufig von Sonne profitieren, halten sich in vielen Niederungen Nebel und Hochnebel teils hartnäckig. In der Westhälfte können zeitweise schwache Regenfälle durchziehen, meist ohne größere Auswirkungen. Richtung Wochenende (20. und 21. Dezember) nimmt die Bewölkung wieder zu, besonders abseits der Alpen. Dennoch bleibt das Temperaturniveau vergleichsweise mild, mit Höchstwerten meist zwischen 3 und 14 Grad. Unterm Strich bringt diese Phase vor allem eines zurück: mehr Licht, mehr Sonne und zumindest regional einen Hauch von Wärme mitten im Advent.
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