Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Crash mit bis zu -20 °C am Wochenende – Deutschland wird zur Eistruhe
Deutschland erlebt einen drastischen Wettersturz: Polarluft bringt extreme Kälte, verbreitet Schnee und gefährlichen Eisregen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Innerhalb weniger Tage hat sich das Wetter völlig umgestellt. Noch am Freitag (14. November) wurden im Südwesten Höchstwerte bis zu 23 Grad erreicht, während nun vielerorts kaum mehr als 0 Grad gemessen werden. Ursache für den rapiden Temperatursturz ist ein deutlich verstärkter Zufluss kalter Polarluftmassen, der bis zum Wochenende (22. und 23. November)weiter anhalten wird.
Der Kontrast könnte kaum größer sein: Vom „Frühlingsnovember“ geht es direkt in einen regelrechten „Eisnovember“. Besonders dort, wo frischer Schnee liegt, verstärkt sich die Auskühlung zusätzlich, da die nächtliche Abstrahlung besonders effektiv ist.
Deutschland-Wetter am Wochenende – Extremwerte unter minus 20 Grad möglich
Die tiefsten Temperaturen erwarten wir am Samstagmorgen (22. November). Am Alpenrand können unter klarem Himmel und auf einer geschlossenen Schneedecke Werte bis zu minus 20 Grad auftreten. In den deutschen Mittelgebirgen sinken die Temperaturen ebenfalls kräftig, häufig auf minus 10 bis minus 15 Grad.
Abseits der Höhenlagen werden immerhin noch 0 bis minus 8 Grad erreicht, womit selbst für November außergewöhnlich tiefe Werte zu erwarten sind. Begleitet wird die Kältephase von zeitweiligem Schneefall, der regional für winterliche Straßenverhältnisse sorgen kann. Die Lage bleibt angespannt, denn mit jedem weiteren Schub Polarluft steigt die Wahrscheinlichkeit für neue Schneeschauer.
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November-Wetter beruhigt sich nach Wochenend-Rutsche
Zum Wochenende (22. und 23. November) deutet sich eine leichte Wetterberuhigung an. Es wird trockener und regional auch sonniger, wodurch sich die Schneefallneigung vorübergehend reduziert. Doch bereits in der Nacht zum Montag (24. November) könnte die Situation erneut spannend werden. Aus Westen nähern sich feuchtere Luftmassen, die auf die bestehende Kaltluft treffen.
Dadurch wird verbreitet gefrierender Regen möglich, ebenso Schnee, besonders im Westen und in der Mitte Deutschlands. Zuvor hatten Modelle dieses Risiko noch für die Nacht von Samstag auf Sonntag gezeigt, nun wurde die potenziell gefährliche Wetterlage zeitlich etwas nach hinten verschoben. Die kommenden Tage bleiben damit hochdynamisch.
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