Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Temperatur-Crash trifft Deutschland: Schon dieses Wochenende stürzt das Wetter um bis zu 15 Grad ab
Ein massiver Temperatursturz trifft Deutschland. Statt mildem Herbstwetter dominieren Nebel und frostige Kälte. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Das herbstliche Wohlfühlwetter verabschiedet sich überraschend schnell und macht einer markanten Abkühlung Platz. Während Mitte der Woche (5. November) vielerorts noch milde 15 bis 20 Grad gemessen werden, bringt das kommende Wochenende (8. und 9. November) einen abrupten Temperatursturz. In großen Teilen Deutschlands – besonders im Süden, von der Donau bis zum Main – werden dann nur noch 5 bis 10 Grad erreicht.
Die Ursache liegt in einer klassischen Herbstwetterlage: Ein kräftiges Hoch etabliert sich über Mitteleuropa und führt zu einer stabilen Inversionswetterlage. In der Höhe bleibt es vergleichsweise mild, während in den bodennahen Schichten kalte, feuchte Luft gefangen wird. Diese typische Spätherbstkonstellation sorgt dafür, dass die nächtliche Abkühlung tagsüber kaum ausgeglichen werden kann.
Wetter-Prognose zum Wochenende: Zäher Nebel und graue Tage
In vielen Regionen setzt sich ab dem Wochenende dichter Nebel und Hochnebel durch. Besonders im Süden Deutschlands wird sich die Sonne teils tagelang nicht mehr durchsetzen können. Der Hochnebel wirkt wie ein Deckel und verhindert jegliche Erwärmung der unteren Luftschichten.
Die kalten Werte der Nacht werden regelrecht konserviert, was tagsüber zu Dauergrau und frostigen Bedingungen führt. Bereiche, die sich oberhalb der Nebeldecke befinden oder bei denen sich diese zeitweise auflöst, können Glück haben und sonnige Abschnitte erleben. Doch in tiefen Lagen heißt es: kalt, feucht, trüb. Diese Wetterlage zählt zu den markantesten Herbstphasen, da sie nicht nur die Temperaturveränderung, sondern auch das gesamte Stimmungsbild prägt.
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Temperatursturz kommt: Kleidung umstellen, Stimmung umschalten
Mit dem abrupten Temperaturwechsel ist es vorbei mit dem „goldenen November“. Statt leichter Jacke und Sonnenbrille werden künftig dicke Winterjacken, Schals und Handschuhe notwendig. Für viele Menschen bedeutet dies eine deutliche Umstellung – körperlich und mental.
Die Umstellung auf kürzere Tage, weniger Sonnenlicht und dauerhaft graues Wetter fällt nicht leicht. Doch diese Wetterlage hat auch ihre typische Seite: Sie ist ein natürlicher Vorbote des Winters und bereitet Natur und Menschen gleichermaßen auf die kalte Jahreszeit vor. Wer die Möglichkeit hat, sollte höher gelegene Gebiete aufsuchen, wo sich die Sonne öfter zeigt. Für die meisten jedoch gilt: Nebel, Kälteeinbruch und eine graue Novemberstimmung bestimmen ab dem Wochenende den Alltag.
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