Sparprogramm sorgt für Ärger

Volkswagen im Krisenmodus: Jetzt gibt es für Manager sogar ein „Porsche-Verbot“

Fahraufnahme eines Porsche 911
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Kein Porsche mehr als Dienstwagen: Bei VW ist Sparen angesagt. (Symbolbild)

Volkswagen hat sich ein umfangreiches Sparprogramm auferlegt, was für reichlich Unmut sorgt. Angeblich gibt es nun sogar ein Porsche-Verbot für die VW-Manager.

Wolfsburg – Harte Zeiten für die Manager beim Autobauer Volkswagen: Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf ein internes Schreiben berichtet, wurde den rund 200 Menschen in der Führungsetage ab sofort untersagt, einen Porsche als Dienstwagen zu fahren. Demnach dürften die Manager ihren bisherigen Wagen zwar noch weiterfahren. Einen neuen Porsche wird es aber nicht mehr geben – außer für die Bosse, die tatsächlich auch bei Porsche arbeiten, wie VW-Chef Oliver Blume.

Porsche-Verbot bei Volkswagen sorgt für Ärger: Einige Manager sollen klagen

VW begründet das Porsche-Verbot der Bild zufolge damit, dass die Firmenwagen zu oft in einem schlechten Zustand zurückkämen. Dem widerspricht ein Sprecher am Sonntag (30. Juni): „Es ist tatsächlich eine Kosteneinsparung“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Laut Bild bleibt nur Porsche-Managern und Konzernvorständen das Firmenwagen-Privileg erhalten. Dem Bericht zufolge gibt es aber schon Klagen am Arbeitsgericht in Braunschweig gegen das Porsche-Verbot. Allerdings soll es dort wohl auch um angeblich gekürzte Gehälter gehen. Ein VW-Boss zeigte sich der Bild gegenüber weniger erfreut darüber und sagte: „VW-Top-Manager, die unbedingt Porsche fahren wollen, können sich den auch privat leisten.“

VW im Sparmodus: Bis 2026 sollen die Kosten um zehn Milliarden sinken

Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume hat dem Wolfsburger Autobauer ein milliardenschweres Sparprogramm verordnet. Allein bei der Kernmarke Volkswagen sollen die Kosten bis 2026 um zehn Milliarden Euro sinken, die Rendite soll zugleich auf 6,5 Prozent steigen. Für die gesamte Markengruppe hat sich der Konzern sogar acht Prozent vorgenommen. Die Programme dürften im Laufe des Jahres 2024 allmählich Wirkung zeigen. Zunächst aber fielen Kosten für Abfindungen in Höhe von 900 Millionen Euro an, die Volkswagen im zweiten Quartal verbuche. Zu den Einsparungen gehören wohl auch die Porsche-Dienstwagen. (mit dpa und reuters)

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