Hoher Finanzbedarf

Binnenschiffer und Verdi warnen vor Kollaps auf Wasserstraßen - und fordern Milliarden

Kohlefrachter auf dem Rhein:  Die Gewerkschaft Verdi und der Binnenschifffahrtsverband fordern eine Sanierung der Wasserstraßen in Deutschland.
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Ein Frachter auf dem Rhein bei Köln: Die Gewerkschaft Verdi und der Binnenschifffahrtsverband fordern eine Sanierung der Wasserstraßen in Deutschland.

Die Gewerkschaft Verdi und der Binnenschifffahrtsverband fordern eine Erneuerung der deutschen Wasserstraßen. Ein Systemkollaps müsse unter allen Umständen verhindert werden.

Berlin - Nicht nur Straßen und Schienen, sondern auch die Wasserstraßen des Bundes müssen aus Sicht der Gewerkschaft Verdi und des Binnenschifffahrtsverbands (BDB) dringend erneuert werden. „Die Flüsse und Kanäle mit ihren über 700 Wehren, Schleusen und Hebewerken, Talsperren und Brücken in Deutschland werden seit Jahrzehnten auf Verschleiß gefahren“, teilten Gewerkschaft und Verband am Montag mit.

BDB und Verdi fordern Bundesregierung zum Eingreifen auf

Sie forderten die Bundesregierung in einem gemeinsamen Positionspapier auf, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), die für Erhalt und Ausbau der Flüsse und Kanäle zuständig ist, personell und finanziell besser auszustatten. „Der aktuelle Haushaltsansatz der rot-gelb-grünen Bundesregierung reicht nicht einmal aus, um den Substanzverlust der Infrastruktur zu stoppen“, teilten Verdi und BDB weiter mit. „Der drohende Systemkollaps an den Bundeswasserstraßen mit allen ökologischen und ökonomischen Konsequenzen muss verhindert werden.“

Es brauche eine „flexible Finanzausstattung von mindestens“ zwei Milliarden Euro. Der jahrzehntelange Substanzverlust müsse gestoppt und bauliche Anlagen länger der Flüsse und Kanäle saniert und ausgebaut werden.

Verdi führt derweil auf ganz anderen Gebieten Kämpfe: Bei der Deutschen Post wurde nach Aufruf der Gewerkschaft am Montag gestreikt. (dpa, lf)

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