Weniger Exporte durch Zoll-Chaos?
US-Wirtschaft sinkt stärker als erwartet – Liegt es an Trump-Maßnahmen?
Die US-Wirtschaft büßt an Stärke ein. Verminderte Exporte werden als Faktor angeführt. Ist US-Präsident Trump der Auslöser dieser Situation?
Washington, D.C. – Innerhalb nur weniger Wochen hat US-Präsident Donald Trump nach seiner Amtseinführung größte Unsicherheit in aller Welt verursacht. Seien es die Versuche, mit Russland über Mega-Deals ins Gespräch zu kommen, eine bestenfalls wankelmütige Haltung gegenüber der Ukraine oder – speziell im April – massive Strafzölle gegen Dutzende Handelspartner; eine neue Ära schien angebrochen. Jetzt stellt sich heraus: Für die USA ist das kein gutes Zeichen.
„Bremsspuren“ von Trump-Politik – US-Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet
Im Gegenteil. Am Donnerstag, 26. Juni, teilte das US-Handelsministerium mit, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal 2025 stärker geschrumpft ist als die Prognosen vorhersagten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 0,5 Prozent zurück. Ende Mai hatte die Regierung noch mitgeteilt, von minus 0,2 Prozent Wirtschaftswachstum auszugehen.
Zu den Gründen gehören laut dem Ministerium schwächere Verbraucherausgaben und geringere Exporte zwischen Januar und März. Die Importe in die USA seien ebenfalls geringer ausgefallen als erwartet. Experten sehen „erste Bremsspuren“ der aggressiven Zollpolitik Trumps, Trump wiederum macht Vorgänger Joe Biden dafür verantwortlich. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Trumps Eskapaden hatten bereits das Kofferwort Trumpcession geprägt – Rezession und Trump vermischt.
Andere Länder, allen voran Kanada, haben in Reaktion auf verschiedentliche Trump-Ausfälle ihren Import aus den USA zurückgefahren. Speziell Kanada stieß sich daran, dass Trump ihr Land als „51. Bundesstaat“ bezeichnete. Aber auch Europa, eigentlich einer der Top-Handelspartner der USA, ging auf Abstand und brachte im Gegenteil selbst Handelsbeschränkungen auf den Weg.
Fed-Notenbank sieht solide Wirtschaft – Leitzins für US-Wirtschaft bleibt konstant
Vonseiten der US-Zentralbank Federal Reserve System kam bereits im Vorfeld eine relative Entwarnung. Jerome Powell, Chef der Notenbank, verwies bei Anhörungen im Kongress auf aktuelle Daten, die auf eine weiter solide Wirtschaft hindeuteten. Allerdings zeigte sich die Zentralbank wegen des sich verschlechternden Verbrauchervertrauens. Offenbar verstärkt sich die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Konjunkturaussichten. Allerdings bleibe abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf künftige Ausgaben und Investitionen auswirken würden.
Zeitlinie: So hat Trump den Zoll-Krieg vom Zaun gebrochen




Zuletzt hat die US-Notenbank den Leitzins im Bereich von 4,25 Prozent bis 4,50 Prozent belassen. Sie will mehr Klarheit darüber gewinnen, wie sich die Politikwende unter Trump auf die Inflation und den Arbeitsmarkt auswirkt.
Wichtige Frist im Juli – neue Zölle aus Europa?
Wie geht es weiter? Im Juli läuft eine wichtige Frist aus, die Trump seinen Handelspartnern gewährt hat. Diese setzte einen Großteil der Strafzölle aus, die Trump erst im April eingesetzt und nur Tage später eingefroren hatte. Die Europäische Union (EU) bringt sich diesbezüglich bereits in Stellung und könnte ihrerseits höhere Zölle auf US-Produkte einsetzen. (laernie mit Agenturen)
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