Leasing-Kunden wollen raus

Tesla-Kunden in Europa verklagen Elon Musks Konzern: „Rechtsextremes“ Image schadet E-Auto-Fahrern

Tesla-Kunden konfrontieren Elon Musk mit neuen Schwierigkeiten: Sie drängen auf Beendigung ihrer Leasing-Verträge. Das Auto eines „Rechtsextremen“ wollen sie meiden.

Paris – Eine Gruppe französischer Tesla-Kunden hat das Unternehmen des US-Milliardärs Elon Musk wegen des ihrer Ansicht nach nun „rechtsextremen“ Images der Marke verklagt. „Durch das Verhalten von Musk (...) sind die Fahrzeuge der Marke Tesla zu starken politischen Symbolen geworden und erscheinen nun als Flaggschiffe der extremen Rechten“, erklärten die Anwälte Patrick Klugman und Ivan Terel am Mittwoch (11. Juni) in Paris.

Tesla als Symbol der extremen Rechten: Musk soll Verträge auflösen

Darunter litten insbesondere Kunden, die ein Elektrofahrzeug der Marke Tesla geleast hätten, „weil sie ein innovatives und ökologisches Fahrzeug besitzen wollten“. Tesla-Kunden würden durch Musks politische Stellungnahmen daran gehindert, an ihrem Auto Gefallen zu finden. Daher verklagten sie Tesla vor dem Pariser Handelsgericht und forderten die Auflösung der Leasing-Verträge.

Tesla vor dem Niedergang: Wie Elon Musk den Ruf seines Goldesels zerstörte

„Ich hab das gekauft bevor Elon verrückt geworden ist“: Diese Aufkleber werden mittlerweile an Tesla-Fahrer verkauft, die sich für die einst so schillernden CEO schämen.
Entgegen vieler Behauptungen ist Elon Musk nicht der Gründer von Tesla, sondern kam erst 2008 als CEO dazu. Hier steht er neben seinem Vorgänger, Ze‘ev Drori.
Der Tesla Roadster war das allererste Elektroauto der US-Marke und kam 2008 auf den Markt.
Auch wenn der Roadster kein Durchbruch war, hatte Elon Musk sich damit als Visionär einen Namen gemacht. Und 2011 präsentierte er das nächste Model der Marke Tesla: Das Model S, das 2013 auf den Markt kam.
Tesla vor dem Niedergang: Wie Elon Musk den Ruf seines Goldesels zerstörte

„Die Positionen von Musk haben die Nutzung der Autos beeinträchtigt“, erklärte Klugman. „Wir denken, dass Musk dem Käufer den ungestörten Besitz des Autos schuldet.“ Tesla verzichtete zunächst auf eine Stellungnahme.

Tesla in Europa unter Druck: BYD, VW, BMW und Renault überholen bei E-Autos

Die Verkäufe des US-Elektroautoherstellers Tesla in Europa sind in den vergangenen Monaten eingebrochen. Der einstige Spitzenreiter bei den Elektroautoverkäufen wurde zuletzt von zahlreichen Konkurrenten überholt, darunter Volkswagen, BMW, Renault und die chinesische Marke BYD.

Tesla-Chef Elon Musk hatte Ende Mai angekündigt, seine Beratertätigkeit für die US-Regierung von Präsident Donald Trump zurückzufahren, um sich wieder mehr um seinen Elektroautokonzern zu kümmern. Sein politisches Engagement war scharf kritisiert worden. In Europa und Deutschland zog Musk auch wegen seiner Unterstützung für rechtsgerichtete politische Kräfte viel Kritik auf sich. So hatte der Unternehmer im Bundestagswahlkampf die AfD unterstützt. (wal/reuters)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Anton Geisser

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