In Eigenverwaltung

Spielwarenhersteller Haba meldet Insolvenz an - Marke Jako-o verschwindet bald

Der Spielwarenhersteller Haba hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen ist insbesondere durch seine Holz-Spielzeuge bekannt. Die Marke Jako-o gibt es bald nicht mehr.

Hamm - Von Kugelbahnen über Brettspiele: Produkte des oberfränkischen Spielwarenherstellers Haba finden sich auch in vielen Kinderzimmern in NRW wieder. Nun hat das Familienunternehmen Insolvenz angemeldet. Erst im August hatte der Spielwarenhersteller bekannt gegeben, dass die Marke Jako-o Anfang 2024 eingestellt werde.

Spielwarenhersteller Haba meldet Insolvenz an - für Marke Jako-o ist bald Schluss

Die Haba Sales GmbH & Co. KG habe einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt und das Amtsbericht Coburg habe diesem vorläufig zugestimmt, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Ein Sprecher der Coburger Justiz bestätigte diese Angaben gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Der Antrag auf Eigenverwaltung ist uns alles andere als leicht gefallen“, sagte Geschäftsführer Mario Wilhelm. Durch die Insolvenz möchte sich das Unternehmen bei laufendem Betrieb wieder in geregelte finanzielle Gefilde begeben

Die Eigenverwaltung ist eine Variante des Insolvenzverfahrens, bei der es keinen Insolvenzverwalter, sondern einen sogenannten Sachwalter gibt, der das Verfahren begleitet und überwacht. Die Geschäftsführung bei Haba bleibt im Amt. Man werde den Geschäftsbetrieb „wie gewohnt fortsetzen“, hieß es vom Unternehmen. 

Spielzeughersteller Haba meldet Insolvenz an.

Kinderbekleidungsmarke Jako-o soll eingestellt werden

Die Haba Familygroup befinde sich zurzeit in der größten Umstrukturierung der mehr als 85-jährigen Firmengeschichte, hieß es. Der oberfränkische Spielwarenhersteller hatte zuvor bereits seine Führungsriege neu aufgestellt und einen großangelegten Stellenabbau angekündigt. Zur Haba Familygroup gehören derzeit die drei Marken Haba, Haba Pro und Jako-o. (toni mit dpa)

Bis zum Herbst will das Mode-Unternehmen Gerry Weber aus Ostwestfalen 122 Filialen schließen. Der Stellenabbau ist groß. Auch der Hersteller hinter dem millionenfach verkauften Römertopf geht in Insolvenz. (toni mit dpa)

Rubriklistenbild: © Daniel Vogl/dpa

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