Härtefallfonds
Heizkostenzuschuss im Mai 2023: So bekommen Antragsteller Geld zurück
Wer 2022 sehr viel für Heizöl, Flüssiggas, Holz oder Kohle bezahlt hat, kann sich über einen Härtefallfonds Geld zurückholen. Dafür können Sie online ein Zuschuss beantragen.
Hamm - Heizen war 2022 extrem teuer. Die Preise für Heizöl, Flüssiggas, Kohle und Holz schossen im Kriegs- und Krisenjahr in die Höhe. Einen Teil der Heizkosten können sich Verbraucher in Deutschland im Mai 2023 über einen Härtefallfonds zurückholen. Sie müssen dafür allerdings selbst tätig werden und einen Antrag stellen.
Im Mai gibt Geld zurück: Heizkostenzuschuss wird an Antragssteller ausgezahlt
Wer zwischen dem 1. Januar und 1. Dezember 2022 mindestens einmal Heizöl, Flüssiggas, Holzpellets, Holzhackschnitzel, Holzbriketts, Scheitholz und Kohle bzw. Koks – also sogenannte „nicht leitungsgebundene Energieträger“ – zu hohen Preisen eingekauft hat, kann eine Erstattung beantragen, sofern er oder sie den Einkauf belegen kann.
Den Zuschuss erhält man für 80 Prozent des Kostenanteils, der über die Verdopplung eines festgelegten Referenzpreises hinausgeht. Ein Rechner zeigt, ob Sie antragsberechtigt sind und wie hoch die Rückzahlung ausfällt. Mehr als 2000 Euro pro Haushalt gibt es allerdings nicht; bei dieser Höhe ist der Zuschuss gedeckelt.
Online-Antrag für den Heizkostenzuschuss: Ab Mai freigeschaltet
Wichtig für alle, die den Zuschuss haben wollen: Ohne Antrag gibt es kein Geld. Der Antrag lässt sich online über die Brennstoffhilfe stellen. Mithilfe dieses Verfahrens lassen sich ab 2. Mai die Härtefallhilfen für private Haushalte in zahlreichen Bundesländern beantragen. Demnach wird auf der Plattform die Antragsstellung wie folgt freigeschaltet:
- ab 2. Mai 2023: Bremen, Hamburg
- ab 4. Mai 2023: Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein
- ab 8. Mai 2023: Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen
Bei der Brennstoffhilfe soll der kostenlose Antrag in etwa 15 Minuten gestellt werden können, eine Registrierung ist nicht nötig. Die Bearbeitung des Antrags beträgt rund sechs Wochen, wie es auf der Seite heißt. Für Nordrhein-Westfalen (Start Mitte Mai 2023), Bayern (ab. 15. Mai) und Berlin (Fristende 30.6.) gibt es gesonderte Anlaufstellen. Die Antragsfrist endet am 20. Oktober 2023. Da das Budget begrenzt ist, sollte man aber nicht bis zum letzten Tag warten.
Möbel, Kühlschränke, Beleuchtung: Sieben Tipps, um in den eigenen vier Wänden Strom zu sparen




Online-Antrag für den Heizkostenzuschuss: In NRW ab Mitte Mai möglich
Allein in NRW gibt es bis zu 1,2 Millionen antragberechtigte Haushalte, die insbesondere mit Heizöl, Flüssiggas oder Holz heizen. Von den 1,8 Milliarden Euro, die der Haushaltsausschuss des Bundestags Ende März 2023 für die Härtefallhilfen freigegeben hat, entfallen etwa 380 Millionen Euro auf das größte deutsche Bundesland.
Nach Angaben des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung wird für die Antragstellung die bund.ID oder eine Elster-ID benötigt – dies soll der Authentifizierung der Antragstellenden und der Vermeidung von Missbrauch dienen. Ein BundID-Konto lässt sich schon jetzt erstellen kann.
Rubriklistenbild: © IMAGO / Shotshop / Antonio Gravante