„Rotstift-Aktionismus“

Michelin will in Deutschland offenbar Werke schließen und massiv Stellen abbauen

Michelin
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Der Reifenhersteller Michelin plant wohl, aus der Produktion von Lkw-Reifen in Deutschland größtenteils auszusteigen. (Archivbild)

Der Reifenhersteller Michelin plant wohl, aus der Produktion von Lkw-Reifen in Deutschland größtenteils auszusteigen. Die Firma will offenbar mehrere Werke schließen und Stellen abbauen.

Homburg – Bei Michelin in Deutschland droht Berichten zufolge ein Kahlschlag: Der französische Reifenhersteller plant laut SWR, aus der Produktion von Lkw-Reifen in Deutschland größtenteils auszusteigen. Dies sei auf Belegschaftsversammlungen bekannt gegeben geworden, erklärte die Industriegewerkschaft IGBCE.

Michelin: Standorte Homburg, Karlsruhe und Trier betroffen

Nach Angaben der Gewerkschaft wären etwa 1500 Menschen vom Stellenabbau betroffen. Dabei geht es um die Michelin-Standorte Homburg, Karlsruhe und Trier. Im Homburger Werk sollen laut Tagesschau Produktionslinien gestrichen werden. Für die Standorte in Trier und Karlsruhe sei sogar geplant, die Werke komplett zu schließen.

„Der hier beabsichtigte Kahlschlag ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar und wird auf unseren Widerstand stoßen“, sagte Gewerkschafts-Bezirksleiter Matthias Hille laut Tagesschau und spricht von einem „Rotstift-Aktionismus“. Die Gewerkschaft wolle demnach ein eigenes Konzept erarbeiten, um Alternativen zu Schließungen vorzulegen.

Noch keine Entscheidung zu einem möglichen Jobabbau oder Schließungen

Der Konzern selbst erklärte den Medien gegenüber, man habe vor dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbsdrucks und steigender Kosten in Deutschland Beratungen mit den Sozialpartnern aufgenommen. Dabei ginge es um eine Produktionsreduzierung in Homburg, Trier und Karlsruhe. Allerdings betonte eine Sprecherin gegenüber dem SR, dass noch keine Entscheidung zu einem möglichen Jobabbau oder Schließungen gefallen sei.

Michelin produziert seit 1971 in Homburg Reifen. Dabei hat der Konzern erst vor ein paar Jahren mehrere Millionen in den Standort investiert. 

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