Brandgefahr

Mercedes-Rückruf: Tausende Elektroautos in Deutschland betroffen

Ein technischer Defekt kann bei Elektroautos aus dem Hause Mercedes zu Problemen führen, bis hin zu einer Brandgefahr. Nun steht fest, um welche Modelle es in Europa geht.

Washington/Stuttgart – Mercedes-Benz steht aktuell vor mehreren Herausforderungen. Zu diesen gesellt sich nun ein Elektroauto-Rückruf: Der Grund: fehlerhafte Batteriezellen, die im schlimmsten Fall zu einem Brand führen können.

Betroffen sind bei dem Elektro-SUV weltweit mehrere tausend Fahrzeuge, die zwischen Dezember 2021 und Januar 2023 produziert wurden. War zunächst nur vom Mercedes EQB in den USA die Rede, gibt es mittlerweile konkrete Infos, die auch den europäischen Markt mit Europa betreffen.

Mercedes startet Rückruf: Kurzschlussgefahr bei Elektro-SUV EQA und EQB

Daraus geht hervor, dass darüber hinaus auch der Mercedes EQA von dem Rückruf betroffen ist. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind in Deutschland 3119 Modelle betroffen. Weltweit muss Mercedes-Benz den Angaben zufolge 33.705 Fahrzeuge der Elektroautos EQA und EQB in die Werkstätten beordern.

Mercedes muss einen Rückruf für das kompakte Elektro-SUV EQB in die Wege leiten.

Zuerst hatte die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA festgestellt, dass es aufgrund von Produktions- und Nutzungsbedingungen zu internen Kurzschlüssen in den Batteriezellen kommen kann, was ein Brandrisiko darstellt. Sollte ein solches Problem während der Fahrt auftreten, wird der Fahrer durch eine Warnmeldung im Cockpit informiert. In den USA sind nach Angabe der Behörde von dem Mercedes-Rückruf 7358 EQB-Modelle betroffen.

Mercedes EQA und EQB mit Batterieproblem: Geplante Maßnahmen

Mercedes plant, das Problem durch ein Software-Update des Batteriemanagementsystems zu beheben. Dieses Update ist jedoch derzeit noch nicht verfügbar, daher müssen sich die betroffenen Eigentümer mit der Fehlerbehebung noch gedulden.

Bis zur Implementierung empfiehlt der Stuttgarter Autobauer, die Batterie nicht über 80 Prozent aufzuladen, um das Risiko einer Brandgefahr zu minimieren. Der offizielle Rückruf soll am 1. April 2025 beginnen, und das Update wird voraussichtlich etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen.

Neben dem EQB ist auch der Mercedes EQA (im Bild) von dem Rückruf betroffen.

In China wurden laut übereinstimmenden Medienberichten Brände in fünf Mercedes EQB auf das Batterieproblem zurückgeführt. Das Portal Electrive.net berichtet, dass es auch in Deutschland deswegen zu Bränden gekommen sein könnte. Mercedes geriet im vergangenen Jahr wegen eines ähnlichen Problems auch in Südkorea in die Schlagzeilen.

Zwei Elektroauto-Modelle von Mercedes von Rückruf betroffen

Der Mercedes EQB ist ein elektrischer Crossover und bietet optional eine dritte Sitzreihe, wodurch er Platz für bis zu sieben Personen bietet. Dies macht ihn zu einer Ausnahme im Segment der E-Autos und besonders attraktiv für Familien. Der kleinere EQA ist ebenfalls der Kompaktklasse zugeordnet und etwa 22 Zentimeter kürzer (4,46 m).

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Besitzer eines betroffenen Mercedes-Modells sollen über den Rückruf informiert werden, sobald es technisch umsetzbar ist. Im Jahr 2024 verzeichnete Mercedes-Benz weltweit einen Absatz von 185.100 batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV), was einem Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. (PF)

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