Ferienzeit

Mehr Urlaubsgeld für Tarifbeschäftigte – aber kein sattes Plus auf dem Konto

In diesem Jahr können sich Tarifbeschäftigte über mehr Urlaubsgeld freuen. Was zunächst Freude auslösen dürfte, hat aber einen Haken.

Hamm – Sommerzeit ist Urlaubszeit. Da tut es gut, wenn man für die Ferien etwas mehr Geld auf dem Konto hat. Wer will schließlich schon auf den zweiten Cocktail am Strand verzichten, nur weil die Urlaubskasse leer ist? Gute Nachrichten gibt es diesbezüglich für Tarifbeschäftigte. Die Freude über mehr Urlaubsgeld wird aber auch gleich wieder getrübt.

Mehr Urlaubsgeld für Tarifbeschäftigte: Aber kein sattes Plus auf dem Konto

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhält fast die Hälfte aller Tarifbeschäftigten in Deutschland im Jahr 2024 Urlaubsgeld. 46,8 Prozent, um genau zu sein. Durchschnittlich bekommen diese Menschen 1644 Euro brutto für die Urlaubskasse. Das ist sogar mehr als im vergangenen Jahr. Ein sattes Plus aber nicht.

Im Vorjahr waren es demnach 1602 Euro, jetzt also 2,6 Prozent mehr – umgerechnet 42 Euro. Das würde zwar sicherlich für den zweiten Cocktail am traumhaften Urlaubsstrand reichen – wäre da nicht dieses eine Problem.

Pauschalreisen sind teurer geworden

„Im Vergleich dazu erhöhten sich die Preise für Pauschalreisen von Mai 2023 bis Mai 2024 um 5,6 Prozent“, ergänzt nämlich das Statistische Bundesamt. Heißt: Das Urlaubsgeld ist zwar ein bisschen mehr geworden, gleichzeitig sind aber auch die Kosten für Urlaubsreisen noch stärker gestiegen. Am Ende bleibt also den meisten Tarifbeschäftigten gar nicht mehr Geld in der Urlaubskasse übrig.

Wohl dem, der wenigstens in Nordrhein-Westfalen und den anderen westlichen Bundesländern beschäftigt ist. Mit durchschnittlich 1692 Euro würden laut Statistischem Bundesamt nämlich „Tarifbeschäftigte in den westlichen Bundesländern rund 41,5 Prozent oder 496 Euro mehr Urlaubsgeld als Tarifbeschäftigte in den östlichen Bundesländern (1196 Euro)“ erhalten.

Rubriklistenbild: © Imago/Michael Bihlmayer

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