Chancen und Gefahren

Umfrage zeigt: So denkt Deutschland über Künstliche Intelligenz

Viele Menschen stehen um einen großen Würfel herum, über dem ein Fragezeichen schwebt.
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Eine repräsentative Umfrage gibt Aufschluss darüber, was die Deutschen von Künstlicher Intelligenz halten.

Eine Umfrage zeigt, wie die Deutschen die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz bewerten und welchen Einfluss sie auf verschiedene Lebensbereiche haben könnte.

München – Künstliche Intelligenz nimmt in den unterschiedlichsten Lebensbereichen eine immer größere Rolle ein. Seit das US-amerikanische Unternehmen OpenAI im November 2022 den Chatbot ChatGPT für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, ist das Thema in aller Munde. Keiner möchte den Hype verpassen, ständig werden neue KI-Tools und Sprachmodelle vorgestellt. Doch wie steht die deutsche Gesellschaft zu dieser Entwicklung? Wovor haben die Deutschen Angst und wo sehen sie einen wirklichen Nutzen von KI? Eine Umfrage gibt Aufschluss.

Einsatz von KI: Umfrage ermittelt – auf welche Bereiche hat Künstliche Intelligenz am meisten Einfluss?

Das Meinungsforschungsinstitut Insa hat im Auftrag des Softwareunternehmens Splunk im Dezember 2023 eine repräsentative Umfrage durchgeführt, an der 1004 Personen ab 18 Jahren aus Deutschland teilgenommen haben. Die Ergebnisse zeigen: Deutsche haben einen gesunden Respekt vor Künstlicher Intelligenz und trotzdem halten viele ihr Land für zu risikoscheu, wenn es um die Einführung von KI geht.

Den Befragten zufolge werden neue KI- und Machine-Learning-Technologien innerhalb der nächsten fünf Jahre die größten Auswirkungen auf die IT- und Cybersicherheit haben. 57 Prozent nannten diesen Aspekt, danach folgt mit 46 Prozent die Mediengestaltung, 45 Prozent halten die Produktion für einen Bereich, der durch die KI erheblich verändert wird, und 44 Prozent gaben den Arbeitsmarkt an.

Cybersicherheit trotz und wegen Künstlicher Intelligenz

Das Thema der Cybersicherheit in Zusammenhang mit KI spielte auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2024 eine große Rolle. Die Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, diskutierte mit Sicherheitsexperten sowie Entscheidungsträgern führender Technologieunternehmen über die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz im Sicherheitskontext.

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Ein Eisbär läuft durch die glühend heiße Sahara.
Ein majestätisches Nashorn stürmt durch einen verschneiten Kiefernwald und kontrastiert mit seiner kraftvollen Präsenz mit der ruhigen Winterlandschaft.
Eine majestätische Waran sitzt majestätisch auf einem verwitterten Stein inmitten einer atemberaubenden Alpenlandschaft in den leuchtenden Farben des Frühlings.
Ein majestätisches Pferd galoppiert in einer Unterwasserwelt aus leuchtenden Korallen und bewegt sich anmutig durch die Tiefen des Ozeans.
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KI wurde dabei sowohl als Gefahr, da Angreifende damit schneller und effizienter vorgehen können, aber auch als Unterstützung im Kampf gegen Cyberbedrohungen bezeichnet. „Eine neue Schwachstelle kann mit KI innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden ausgenutzt werden. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Abwehrsysteme mindestens ebenso schnell und effizient funktionieren. Dabei kann KI uns helfen“, erklärt BSI-Präsidentin Claudia Plattner. Deswegen hat das BSI sein KI-Portfolio nun deutlich erweitert und ein Kompetenzzentrum eingerichtet, das sich unter anderem mit dem Schutz von Verbrauchern im KI-Kontext befasst.

Angst vor KI: Umfrage zeigt, in welchen Lebensbereichen sich Deutsche Sorgen machen

Den Nutzen von KI scheinen auch die Deutschen zu erkennen. In der Umfrage von Splunk bewerteten 43 Prozent der Befragten „Schutz gegen Cyberattacken“ als Bereich, in dem Künstliche Intelligenz „wirklich nützlich sein“ könnte. 49 Prozent sehen außerdem einen großen Nutzen von KI in der Forschung, 46 Prozent in der Digitalisierung und 44 Prozent in der Logistik. Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) glaubt darüber hinaus, dass der Einsatz von KI im Büroalltag von Nutzen sein könnte.

Doch stehen die Befragten auch potenziellen Gefahren und Problemen kritisch gegenüber. 56 Prozent von ihnen zeigten sich in der Umfrage besorgt über Identitätsdiebstahl im Internet und die Verbreitung von Desinformation durch gefälschte Nachrichten oder Bilder. Außerdem sieht über die Hälfte (52 Prozent) unkontrollierte (automatisierte) Cyberangriffe als mögliches Problem, das KI-Systeme mit sich bringen können, und 46 Prozent fürchten sich vor qualitativ besseren bzw. schnelleren Erstellungen gefälschter Profile.

Umfrage zeigt: Ist Deutschland zu risikoscheu bei der Einführung von KI?

Das Problem der Desinformation durch KI erkennen auch führende Technologieanbieter. Sie wollen verhindern, dass von der KI erstellte Inhalte Wahlen auf der ganzen Welt beeinflussen. Vertreter von 20 Unternehmen haben sich deswegen auf der Münchner Sicherheitskonferenz zur Zusammenarbeit verpflichtet, um schädliche KI-Inhalte besser erkennen und bekämpfen zu können.

Trotz dieser Entwicklungen glauben 40 Prozent der Befragten, dass Deutschland generell zu risikoscheu ist, wenn es um die Einführung von Künstlicher Intelligenz geht. 37 Prozent sind (eher) nicht dieser Ansicht. 52 Prozent schieben diese Scheu auf Sicherheitsbedenken, 40 Prozent vermuten, dass sie ihren Ursprung in fehlendem Verständnis der Bevölkerung hat. Es lässt sich also festhalten, dass die Mehrheit der Befragten Potenzial in der Nutzung von Künstlicher Intelligenz sieht – allerdings nicht besonders viel Vertrauen in das Land hat, wenn es darum geht, dieses Potenzial auch zu nutzen.

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