„Neues Betriebssystem“

Investitions-Hammer vor Merz-Gipfel: Deutsche Firmen stecken 631 Milliarden in Deutschland

Die Merz-Regierung sucht den Ausweg aus der wirtschaftlichen Talfahrt. Vor dem Investitionsgipfel präsentieren zahlreiche Unternehmen nun massive Investitionen.

Berlin – Drei Jahre Stagnation prägen die deutsche Wirtschaft, das Land verliert im internationalen Vergleich an Boden. Bei einem „Investitionsgipfel“ im Kanzleramt möchte Friedrich Merz mit Unternehmensvertretern darüber sprechen, wie nach dem Tief wieder mehr investiert werden kann.

Merz lädt zum Investitionsgipfel: 61 Unternehmen präsentieren 631 Milliarden-Paket

Bereits vor dem Treffen am Montagmorgen, 21. Juli, haben 61 Firmen ein erstes Zeichen für den Wirtschaftsstandort gesetzt. Sie haben sich zur Initiative „Made for Germany“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie 631 Milliarden Euro investieren – im Zeitraum bis 2028. Das haben die Unternehmen am Morgen vor dem Treffen mit Merz sowie Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche angekündigt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (rechts) lädt zum Investitionsgipfel, 61 Unternehmen rund um Siemens-Chef Roland Busch kündigen Investitionen von 631 Milliarden Euro an. (Montage)

„Deutschland braucht ein neues Betriebssystem – ausgerichtet auf Wachstum, Technologie und Wettbewerbsfähigkeit“, begründete Siemens-Chef Roland Busch, einer der Initiatoren, das Engagement. „Bei allen politischen Entscheidungen sollten wir darauf achten, dass sie Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit fördern“, sagte Deutsche Bank-Chef Christian Sewing. Siemens und die Deutsche Bank gehören zu den prägenden Akteuren der Initiative.

Deutsche Unternehmen versprechen Neuinvestitionen in dreistelliger Milliardenhöhe

Die Investitionssumme umfasst sowohl bereits geplante als auch neue Kapitalinvestitionen, Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Zusagen internationaler Investoren. Ein dreistelliger Milliardenbetrag davon entfällt auf Neuinvestitionen. Zu den Gründern der Initiative zählen neben Busch auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner sowie Axel Geiser, CEO von FGS Global.

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Christoph Ahlhaus, Chef des Verbands „Der Mittelstand“, warnte laut Tagesschau.de angesichts des Investitionsgipfels, nicht die mittelständischen Unternehmen aus den Augen zu verlieren. Er gehe jedoch davon aus, dass es auch Auswirkungen auf den Mittelstand haben werde, wenn „hier die richtigen Investitionsentscheidungen getroffen werden können“.

Merz-Regierung bemüht sich um Investitionen in deutsche Wirtschaft

Das Treffen im Kanzleramt reiht sich ein in die wirtschaftspolitischen Bemühungen der Regierung. Erst vergangenen Dienstag hatte Bundeskanzler Merz die Chefs internationaler Finanzfirmen und -fonds empfangen und anschließend von einem hohen Interesse am Wirtschaftsstandort Deutschland berichtet. (ms/reuters)

Rubriklistenbild: © dts Nachrichtenagentur//Michael Kappeler/dpa

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