Statistisches Bundesamt

Inflation springt wieder auf fast acht Prozent: Höhepunkt kommt aber erst noch

Inflation
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Trotz staatlichen Entlastungen verteuert sich das Leben in Deutschland weiter. Aktuell liegt die Inflation bei Prozent.

Das Leben in Deutschland bleibt teuer. Nach mehreren Entlastungen treffen steigende Preise die Verbraucher. Die Inflation liegt bei 7,9 Prozent.

München – Steigende Energiekosten, teure Preise. Die Inflation kratzt weiter an der Acht-Prozent-Marke. Im August trieben steigende Energie- und Lebensmittelpreise die jährliche Teuerungsrate auf 7,9 Prozent. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Dienstag seine vor knapp zwei Wochen veröffentlichten vorläufigen Berechnungen.

Hohe Inflation: Das sind die Hauptursachen

Nach zwei Monaten mit rückläufigen Werten war die Teuerungsrate wieder sprunghaft gestiegen. Entlastungen wie das 9-Euro-Ticket hatten nur kurzfristig für Entspannung gesorgt. Volkswirte rechnen in den kommenden Monaten mit weiter steigenden Verbraucherpreisen.

„Hauptursachen für die hohe Inflation sind nach wie vor Preiserhöhungen bei den Energieprodukten und bei Nahrungsmitteln. Leicht dämpfend wirkten sich insbesondere von Juni bis August 2022 zwei Maßnahmen des Entlastungspakets auf die Gesamtteuerung aus: das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt“, sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes.

Inflation: Ifo geht von 9,3 Prozent im Jahr 2023 aus

Erst am Montag hatten die Wirtschaftsforscher des Münchner Ifo-Instituts ihre Konjunkturprognose für dieses und das kommende Jahr bereits deutlich gesenkt. Im kommenden Jahr erwartet das Institut ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent, für dieses Jahr nur noch 1,6 Prozent Wachstum. „Wir gehen in eine Winter-Rezession“, erklärte der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmershäuser, am Montag. Schwere Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt erwartet das Ifo aber nicht.

Noch im Juni hatte das Institut ein Wachstum von 3,7 Prozent im Jahr 2023 prognostiziert: 4,0 Prozentpunkte mehr als aktuell. Seine Inflationsprognose erhöhte das Institut gar um 6,0 Prozentpunkte – auf 9,3 Prozent im kommenden Jahr. Ihren Höhepunkt werde die Inflation im ersten Quartal 2023 mit etwa elf Prozent erreichen, so die Wirtschaftsforscher.

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