Gröner
Unternehmen insolvent: Immobilien-Mogul kritisiert „hartnäckig kreditschädigende Berichterstattung“
Eine weitere Insolvenz erschüttert die Immobilienbranche. Das Unternehmen die Schuld gibt den Medien.
Hamm – Die Immobilienbranche wird von einer weiteren Insolvenz erschüttert. Diesmal ist es die Gröner Group GmbH, die von dem Immobilien-Tycoon Christoph Gröner geführt wird. Die Firma hat auf ihrer Webseite finanzielle Schwierigkeiten bekannt gemacht. Der Insolvenzantrag sei beim Amtsgericht Leipzig eingereicht worden, wobei das operative Geschäft der Gröner Unternehmensgruppe nicht betroffen sei. Die Gröner Group GmbH und ihre Beteiligungen seien davon ausgenommen.
Gröner Group GmbH meldet Insolvenz an – Laufende Bauprojekte angeblich nicht betroffen
Das Unternehmen betonte, dass es „keine wesentlichen Beteiligungen an Gesellschaften, die Projekte entwickeln beziehungsweise Bauprojekte ausführen“ hat. Das bedeutet, dass die Insolvenz keine laufenden Bauprojekte betrifft. Der Anwalt Philipp Hackländer von der Kanzlei White & Case LLP wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt, wie Business Insider berichtete.
Auf die Frage von IPPEN.MEDIA nach den Gründen für die Insolvenz, erklärte Hackländer, dass er noch dabei sei, die Ursachen zu ermitteln. Es seien keine Mitarbeiter betroffen, da in den ihm „bekannten Insolvenzfällen“ keine Mitarbeiter mehr beschäftigt seien. Er plant zunächst eine „sehr umfangreiche Bestandsaufnahme“.
Die Gröner Group GmbH machte in einer auf ihrer Webseite veröffentlichten Stellungnahme die Medien für die aktuelle Situation verantwortlich. „Die gleichwohl andauernde negative und in Teilen grob falsche Berichterstattung sowohl etablierter wie auch eher boulevardesker Wirtschaftsmedien erschwerte nicht nur die Aufrechterhaltung des dringend benötigten Vertrauens, sie zerstörte dies auch nachhaltig“, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens.
Gröner Group macht Medien verantwortlich: „Grob falsche Berichterstattung“
Trotz der „hartnäckig kreditschädigenden Berichterstattungen über die Gröner Group GmbH und deren Geschäftsführer“ sei es gelungen, die Geschäftspartner davon zu überzeugen, in die Gröner Group GmbH und deren Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen zu vertrauen.
Christoph Gröner äußerte sich dazu: „Noch im September 2024 bin ich fest davon ausgegangen, dass wir mit der Vernunft der Investoren und Gläubiger, aber auch mit dem Verantwortungsbewusstsein von Medien rechnen dürfen. Diese Einschätzung hat sich als falsch erwiesen, sodass ich in meiner Aussage ,Insolvenz ist für mich keine Option‘ eines Besseren belehrt wurde. Ich bedauere diese Entwicklung sehr.“ Nun ist das Ziel der Geschäftsleitung, den „Schaden für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten“.
Gröner Group-Insolvenz: Berichte über finanzielle Schwierigkeiten
Christoph Gröner hat es in der Immobilienbranche zu einem gewissen Ruf gebracht; schon 1995 gründete er sein erstes Unternehmen, damals als Sanierungsbetrieb. Innerhalb der vergangenen Jahre hatte die Gröner Group die Funktion eines Geldgebers für Projekte in Zusammenarbeit mit Investoren und Risikokapitalgebern übernommen.
Es gab jedoch schon vor Monaten Berichte über finanzielle Schwierigkeiten. Business Insider widmete Gröner im September eine eigene Podcast-Folge mit dem Titel „Der Absturz eines deutschen Immobilienmoguls“.
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