Gerüchte um Kauf

Neuer Käufer für Galeria? Brisanter Bericht bringt aktuellen Fußballpräsidenten ins Spiel

Nach dem Pleitegang Galerias läuft die Suche nach einem neuen Käufer der Kette auf Hochtouren. Ein Bericht nennt nun einen spannenden Namen.

München - Für die insolvente Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof gibt es offenbar einen neuen Kaufinteressenten: Der langjährige Chef des Parfüm- und Kosmetik-Konzerns Coty und Unternehmer Bernd Beetz habe bereits mehrere Gespräche mit Vertretern von Galeria geführt, berichtete die Bild-Zeitung am Mittwoch (17. Januar) ohne Angabe von Quellen. Der 73-Jährige habe deutlich gemacht, dass er mindestens 60 der 92 Warenhaus-Filialen übernehmen würde. Für die Finanzierung wolle er wohl die Milliardärsfamilie Reimann an Bord holen, die über die Familienholding JAB die 51 Prozent an Coty hält.

Galeria: Die Warenhauskette ist pleite - zum dritten Mal innerhalb von gerade mal drei Jahren.

Das Internet-Portal Business Insider nennt Coty selbst als Interessenten an Galeria. Eine Sprecherin der Familie Reimann dementierte laut Bild aber entsprechende Pläne: „Weder JAB noch Coty haben ein Kaufinteresse.“ Beetz habe nicht auf eine Anfrage reagiert.

Der Unternehmer war von 2000 bis 2012 Coty-Chef, kurzzeitig führte er anschließend auch den Aufsichtsrat von Galeria Kaufhof. Heute ist er vor allem als Präsident des Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim bekannt. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus wollte sich nicht zu den Berichten äußern.

Galeria-Pleite: Weiteres Interesse kommt aus Düsseldorf

Galeria Karstadt Kaufhof war vor einer Woche zum dritten Mal in gut drei Jahren in die Insolvenz gerutscht. Die Pleite ist die Folge der Pleite des Immobilien-Imperiums des Österreichers René Benko, Signa, dem Galeria zuletzt gehörte. Auch ein Teil der Warenhaus-Immobilien gehört Signa. Weil der Eigentümer die versprochenen Finanzmittel für den Warenhausriesen nicht mehr aufbringen kann, gilt Galeria als überschuldet. Nun sucht das Unternehmen einen neuen Eigentümer. Der von Denkhaus geleitete Verkaufsprozess hat allerdings noch nicht begonnen. Als Interessent wird oft auch das Düsseldorfer Familienunternehmen Droege genannt. (reuters, lf)

Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen / dpa

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