Konjunktur

Wirtschaftskrise in Deutschland: Experten rechnen mit Aufschwung

Ein Containerschiff am Hamburger Hafen: Die deutsche Wirtschaft scheint den Tiefpunkt der aktuellen Wirtschaftsflaute erreicht.
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Ein Containerschiff am Hamburger Hafen: Die deutsche Wirtschaft scheint den Tiefpunkt der aktuellen Wirtschaftsflaute erreicht.

Deutschland steckt in einer Konjunkturflaute. Das Europäische Zentrum für Wirtschaftsforschung sieht den Tiefpunkt aber bereits erreicht und rechnet mit Besserung.

Mannheim – Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten für Deutschland haben sich deutlich verbessert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stieg in der Oktober-Umfrage um 10,3 Punkte auf nun minus 1,1 Punkte, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Die Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage stabilisierte sich demnach. „Die Talsohle scheint erreicht“, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Die gestiegenen Erwartungen führte Wambach unter anderem auf erwartete weiter sinkende Inflationsraten und stabile kurzfristige Zinsen der Europäischen Zentralbank zurück. „Negative Faktoren wie der Israel-Konflikt (...) hatten hingegen keinen starken Einfluss auf den insgesamt optimistischeren Ausblick.“ Die aktuelle Konjunkturelle Lage wurde laut ZEW weiterhin mit minus 79,9 Punkten sehr schlecht bewertet. Allerdings sank dieser Wert anders als in den Vormonaten nur noch leicht um 0,5 Punkte.

Deutsche Wirtschaft: Experten rechnen mit Aufschwung

Das ZEW fragt für den Index monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungskonzernen und Finanzabteilungen von Großunternehmen nach ihren Einschätzungen zu wichtigen internationalen Finanzmarktdaten, die Aufschluss über die weitere Konjunkturentwicklung geben. Dazu gehören Inflationsraten, Zinsen, Aktienindizes, Wechselkurse und der Ölpreis.

Der ZEW-Index gilt als wichtiger Indikator für die künftige ökonomische Entwicklung Deutschlands. An der aktuellen Umfrage vom 9. bis 16. Oktober beteiligten sich laut ZEW 164 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anlegerinnen und Anleger. (afp, lf)

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