Sozialstaat
„Auch mal eine Nullrunde“: Schlechte Nachrichten beim Bürgergeld
Wer Bürgergeld bezieht, hat es oft nicht leicht. Dennoch könnte es 2025 eine Nullrunde geben. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil begründet das.
Hamm – Die Menschen in Deutschland stöhnen aufgrund der steigenden Preise. Viele fühlen sich in ihrem Wohlstand gefährdet. Das Bürgergeld soll Armut bekämpfen und zumindest für das Nötigste im Leben sorgen. Aber auch dort ist das Geld nur knapp bemessen. Nun gibt es sogar noch eine schlechte Nachricht für alle Bürgergeld-Empfänger. Die resultiert aus einer eigentlich guten Nachricht.
Schlechte Nachrichten beim Bürgergeld: „Auch mal eine Nullrunde“
Jedenfalls können die über 5,5 Millionen Erwachsenen und Kinder im Jahr 2025 wohl nicht mit einer Erhöhung der monatlichen Regelzahlungen beim Bürgergeld rechnen, berichten die Kollegen von merkur.de. Aussagen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil lassen darauf schließen.
Der hatte unlängst noch für gute Nachrichten bei der Rente gesorgt. Die wird nämlich im Juli 2024 erhöht – zuvor gibt es bereits im Juni einen besonderen Auszahlungstermin. Eine Rechnung zeigt, wie viel mehr Geld Rentner dann erhalten. Für 2025 könnte es aber auch bei dieser Personengruppe schlechter aussehen. Es ist fraglich, ob die Renten im nächsten Jahr auch so steigen. Mit dem Bürgergeld könnte es sich im kommenden Jahr ähnlich verhalten.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verwies demnach am Mittwoch, 15. Mai 2024, in der Regierungsbefragung des Bundestages darauf, dass die monatlichen Beträge zum Jahresanfang 2024 stark gestiegen seien aufgrund der hohen Inflation. Darin liegt das Problem.
Bürgergeld könnte 2025 nicht erhöht werden
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wird besser, die Inflation flaut etwas ab. Angesichts rückläufiger Preissteigerungsraten rechne sein Ministerium damit, dass es „wahrscheinlich nach jetziger Lage“ zum 1. Januar 2025 „auch mal eine Nullrunde geben kann an dieser Stelle“, sagte der SPD-Politiker.
Anfang 2024 waren die monatlichen Zahlungen noch immerhin um bis zu 61 Euro im Monat gestiegen. Der Regelsatz für die monatliche Zahlung zum Lebensunterhalt eines alleinlebenden Erwachsenen beträgt derzeit 563 Euro. Miet- und Heizkosten werden zusätzlich übernommen. Das Bürgergeld sorgt dennoch immer wieder für Streit in der Politik – für manche setze es die falschen Anreize. Andere wiederum beklagen, dass es zu niedrig sei.
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