Ab 2027 soll weltweit verkauft werden

Chinesischer Handy-Hersteller steigt in E-Auto-Geschäft ein – und lockt gezielt BMW-Mitarbeiter

Der chinesische Konzern Xiaomi produziert eine ganze Menge: Staubsauger, Wasserkocher und Smartphones - und seit kurzem sogar Elektroautos. Für deren Entwicklung sollen Ingenieure aus dem Hause BMW helfen.

Peking - Der chinesische Elektronikkonzern Xiaomi setzt in einem neuen Elektroauto-Entwicklungszentrum unter anderem auf ehemalige BMW-Mitarbeiter. Das Unternehmen stellte zuletzt fünf erfahrene Ingenieure für den Standort ein, darunter mehrere von BMW, wie aus LinkedIn-Einträgen hervorgeht. Eine Reihe von Stellenangeboten ist zudem noch offen, unter anderem für Auto-Designer oder Aerodynamik-Experten. Xiaomi erklärte dazu am Freitag (21. März), das Forschungszentrum befinde sich im Planungsstadium. Details nannte das Unternehmen nicht.

Smartphones, Staubsauger - und E-Autos: Die umwerfende Produktpalette von Xiaomi

Xiaomi ist der weltweit drittgrößte Smartphone-Hersteller und stellt zudem Küchengeräte wie Staubsauger oder Wasserkocher sowie andere Elektronikgeräte her. Das Unternehmen ist erst im vergangenen Jahr in die Fahrzeugproduktion eingestiegen. Das erste Modell SU7 hat im Dezember auf dem chinesischen Markt das Model 3 von Tesla überholt. Xiaomi-Präsident Lu Weibing kündigte erst vor wenigen Tagen an, ab 2027 Autos weltweit zu verkaufen. Er ließ jedoch offen, welche Märkte dabei im Visier sind.

Sportlich sieht er aus: Das Xiaomi-Modell SU7 hat in seinen ersten Monaten sogar den amerikanischen E-Auto-Riesen Tesla alt aussehen lassen.

Der bayerische Autogigant BMW ist im Gegensatz zu Xiaomi nicht auf Elektroautos fixiert und plant sogar an einer neuen Generation von Verbrenner-Autos. Wie viele weitere deutsche Autohersteller kämpfen die Münchner mit der Umstellung auf die Elektromobilität, was sich auch in enttäuschenden Geschäftszahlen widerspiegelt: Die jüngst vorgestellten Daten zum Jahr 2024 sprechen eine deutliche Sprache. (reuters, lf)

Rubriklistenbild: © David Zorrakino / dpa

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