Tarifverhandlungen

Eskalation oder Einigung? GDL mit Aussage zu neuen Bahnstreiks

Eskalation oder Einigung? Deutsche Bahn und Lokführer-Gewerkschaft verhandeln erneut. Die GDL macht eine Aussage zu neuen Bahnstreiks.

Hamm - Streik, immer wieder Streik. Millionen Pendler und Reisende mussten sich seit Spätherbst 2023 mehrfach nach Alternativen zur Deutschen Bahn (DB) umschauen, weil die Lokführer-Gewerkschaft GDL den Fernverkehr in Deutschland weitgehend lahm legte, teilweise über mehrere Tage. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer für Bahnkunden. War der bundesweite Streik am 12. März der vorerst letzte?

Einigung oder Eskalation? GDL macht Aussage zu neuen Bahnstreiks

Die DB und die GDL sind nach der Eskalation im seit Monaten schwelenden Tarifkampf wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Nach Stand von Samstag, 16. März, sieht es sogar so aus, als ob es eine Einigung geben könnte. „Beide Parteien sind zuversichtlich, in der nächsten Woche ein Ergebnis mitteilen zu können“, teilte die Bahn mit.

„Die Verhandlungen sind intensiv, aber konstruktiv. Zu vielen Themen wurde eine Verständigung erreicht“, schreibt die GDL auf ihrer Internetseite. Das Beste für leidgeprüfte Menschen, die auf den Zug angewiesen sind: „Die GDL sieht bis dahin von weiteren Streiks ab.“ Da Bahn und Gewerkschaft Stillschweigen vereinbart haben, wird es zum Stand der Verhandlungen keine Wasserstandsmeldungen geben.

Bahnstreik vom Tisch? Bahn und GDL verhandeln wieder

Dass beide Seiten hinter verschlossenen Türen verhandeln, muss nichts heißen. Auch im Februar schienen sich Bahn und GDL nahe, dann krachte es - und es kam zu weiteren Ausständen. Knackpunkt bei den Gesprächen ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Die Bahn hatte sich bisher bereit gezeigt, die Arbeitszeit auf 36 Stunden ohne finanzielle Einbußen in zwei Schritten bis 2028 abzusenken. Das war mit GDL-Chef Claus Weselsky jedoch nicht zu machen. 

Bereits sechs Mal hat die GDL im aktuellen Tarifstreit bislang zu Arbeitskämpfen aufgerufen. Zuletzt setzte die Gewerkschaft auf einen sogenannten Wellenstreik, den sie deutlich kurzfristiger als die bisherigen Ausstände ankündigte. Auch wenn sich Bahn und Gewerkschaft jetzt einigen, ist zumindest für Pendler und Schüler in Nordrhein-Westfalen das Ungemach noch nicht vorbei, denn im ÖPNV, also bei Bussen, U-Bahnen und Straßenbahnen, droht nach den NRW-Osterferien ein unbefristeter Streik. Die Gewerkschaft Verdi hat eine Urabstimmung angekündigt.

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild

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