Nach Spiegelbericht

Angebliches Autokartell: Grüne wollen Sondersitzung des Verkehrsausschusses

Nach dem „Spiegel“-Bericht über ein womöglich seit vielen Jahren bestehendes Kartell deutscher Autobauer fordern die Grünen eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses im Bundestag.

Berlin - Das Gremium müsse noch vor dem „Nationalen Forum Diesel“ in Berlin (2. August) informiert werden, sagte Verkehrsexperte Oliver Krischer am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem Treffen wollen Bund, Länder und Autokonzerne über konkrete Schritte gegen zu hohe Diesel-Abgaswerte beraten. Beantragt werde angesichts der weiter reichenden Kartellvorwürfe nun „eine kurzfristig einzuladende Sondersitzung für Ende Juli“, kündigte Krischer an.

Man wolle so Klarheit über die möglichen „Machenschaften des Autokartells“ bekommen, die - sollten sie sich bestätigen - „ungeheuerlich“ seien: „Das Ganze entwickelt sich zur Fortsetzung des Abgasskandals in neuer Dimension.“ Die Bundesregierung müsse das Parlament daher über den aktuellen Stand zum Thema unterrichten.

Deutsche Autobauer stehen dem Bericht zufolge unter dem Verdacht jahrelanger illegaler Absprachen zu Lasten von Verbrauchern und Zulieferern. VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler sollen sich in einem Kartell über Technik, Kosten und Zulieferer verständigt haben, wie der „Spiegel“ meldete. Die Autobauer schweigen bisher dazu.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / Julian Stratenschulte/dp

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