Anhaltspunkte für das bevorstehende Wetter
Wetter-Prognose: Zwölf uralte Bauernregeln, auf die Generationen schwören

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Bauernregeln sind alte Volkstweisheiten, die meist in Reimform Ratschläge für die Landwirtschaft und Wettervorhersagen enthalten. Sie basieren auf langjährigen Naturbeobachtungen von Landwirten und wurden über Generationen weitergegeben. Wissenschaftlich sind die Regeln jedoch unzuverlässig und gelten eher als kulturelles Erbe denn als exakte Prognose.
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1. „Rote Abendwolken – gutes Wetter morgen folgen sollen.“
Bedeutung: Zieht der Himmel abends rot an, kann man beruhigt schlafen gehen – der nächste Tag wird schön. Hinter der Regel steckt Physik: Rotes Abendlicht entsteht, wenn trockene Luft aus dem Westen naht.
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Seit Jahrhunderten verlassen sich Seefahrer und Bauern auf diese Regel – und die Meteorologie gibt ihnen in vielen Fällen Recht. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt: Viele Bauernregeln „basieren auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern.“ Allerdings gilt die Regel vor allem in Mitteleuropa, wo Wetter meist von West nach Ost zieht – an Küsten oder in Gebirgsregionen kann sie in die Irre führen.
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2. „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich‘s Wetter oder bleibt wie‘s ist.“
Diese Bauernregel ist ein Klassiker – und das mit Absicht. Sie macht sich selbst über den Aberglauben lustig: Egal was passiert, sie stimmt immer.
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Bauernregeln spiegeln meteorologische Wahrscheinlichkeiten wider – diese hier allerdings ist die Ausnahme: Sie ist bewusst humorvoll gemeint.
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3. „April, April, der macht, was er will.“
Kein Monat ist so unberechenbar wie der April – Schnee, Sonne und Regen können innerhalb eines Tages aufeinanderfolgen.
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Meteorologisch liegt das an der Übergangslage im Frühling: Kalte Polarluft und warme Südluft treffen aufeinander und sorgen für ein Wetter-Wirrwarr.
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4. „Morgenrot – schlechtes Wetter droht.“
Ein roter Morgenhimmel ist zwar ein Augenschmaus, aber ein Warnsignal – er zeigt an, dass feuchte Luft aus dem Osten naht und Regen bringen kann.
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Die Regel hat nachweislich einen meteorologischen Kern: Rotes Morgenlicht entsteht, wenn Sonnenstrahlen durch feuchte, staubbeladene Luft brechen – ein Zeichen aufziehender Tiefdruckgebiete.
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5. „Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird‘s Regen geben.“
Die Schwalben folgen nicht dem Wetter – sie folgen dem Essen. Bei sinkendem Luftdruck bleibt das Luftplankton in Bodennähe, die Schwalben jagen ihnen hinterher.
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VonJulia Hanigkschließen
Bauernregeln: Volksweisheit oder Aberglaube? Die zwölf bekanntesten Sprüche – und was die Meteorologie dazu sagt.
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