Anhaltspunkte für das bevorstehende Wetter

Wetter-Prognose: Zwölf uralte Bauernregeln, auf die Generationen schwören

Zwei Hände halten einen aufgeschlagenen Bauernkalender.
1 von 25
Bauernregeln sind alte Volkstweisheiten, die meist in Reimform Ratschläge für die Landwirtschaft und Wettervorhersagen enthalten. Sie basieren auf langjährigen Naturbeobachtungen von Landwirten und wurden über Generationen weitergegeben. Wissenschaftlich sind die Regeln jedoch unzuverlässig und gelten eher als kulturelles Erbe denn als exakte Prognose.
Familie mit Kinderwagen und Drachen vor rotem Abendhimmel.
2 von 25
1. „Rote Abendwolken – gutes Wetter morgen folgen sollen.“ Bedeutung: Zieht der Himmel abends rot an, kann man beruhigt schlafen gehen – der nächste Tag wird schön. Hinter der Regel steckt Physik: Rotes Abendlicht entsteht, wenn trockene Luft aus dem Westen naht.
Strommasten im Abendrot.
3 von 25
Seit Jahrhunderten verlassen sich Seefahrer und Bauern auf diese Regel – und die Meteorologie gibt ihnen in vielen Fällen Recht. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt: Viele Bauernregeln „basieren auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern.“ Allerdings gilt die Regel vor allem in Mitteleuropa, wo Wetter meist von West nach Ost zieht – an Küsten oder in Gebirgsregionen kann sie in die Irre führen.
Ein Hahn stolziert im Gehege.
4 von 25
2. „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich‘s Wetter oder bleibt wie‘s ist.“ Diese Bauernregel ist ein Klassiker – und das mit Absicht. Sie macht sich selbst über den Aberglauben lustig: Egal was passiert, sie stimmt immer.
Ein Hahn im Gehege kräht eine Hand an, in der sich Futter befindet.
5 von 25
Bauernregeln spiegeln meteorologische Wahrscheinlichkeiten wider – diese hier allerdings ist die Ausnahme: Sie ist bewusst humorvoll gemeint.
Eine Magnolie blüht in Leipzig, im Hintergrund ziehen Gewitterwolken auf.
6 von 25
3. „April, April, der macht, was er will.“ Kein Monat ist so unberechenbar wie der April – Schnee, Sonne und Regen können innerhalb eines Tages aufeinanderfolgen.
Osterglocken mit Schneekristallen.
7 von 25
Meteorologisch liegt das an der Übergangslage im Frühling: Kalte Polarluft und warme Südluft treffen aufeinander und sorgen für ein Wetter-Wirrwarr.
Winterwetter in Mecklenburg-Vorpommern: Sonne geht morgens auf und färbt Himmel rot.
8 von 25
4. „Morgenrot – schlechtes Wetter droht.“ Ein roter Morgenhimmel ist zwar ein Augenschmaus, aber ein Warnsignal – er zeigt an, dass feuchte Luft aus dem Osten naht und Regen bringen kann.
Sonnenaufgang im Nationalpark Unteres Odertal.
9 von 25
Die Regel hat nachweislich einen meteorologischen Kern: Rotes Morgenlicht entsteht, wenn Sonnenstrahlen durch feuchte, staubbeladene Luft brechen – ein Zeichen aufziehender Tiefdruckgebiete.
Zugvögel sammeln sich auf Stromleitungen.
10 von 25
5. „Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird‘s Regen geben.“ Die Schwalben folgen nicht dem Wetter – sie folgen dem Essen. Bei sinkendem Luftdruck bleibt das Luftplankton in Bodennähe, die Schwalben jagen ihnen hinterher.
  • Julia Hanigk
    VonJulia Hanigk
    schließen

Bauernregeln: Volksweisheit oder Aberglaube? Die zwölf bekanntesten Sprüche – und was die Meteorologie dazu sagt.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa/picture alliance; Michael Bihlmayer/IMAGO; Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Kommentare