Alarm für 14 Regionen in Italien
Unwetter-Welle in Italien trifft zahlreiche Urlaubsziele – Mure verschüttet wichtige Route
Italien kämpft nach der Hitze mit schweren Unwettern. Die Wetterlage bleibt kritisch. Der Tod einer jungen Frau erschüttert.
München – Nach und nach arbeiten Einsatzkräfte der Feuerwehr die Schäden nach einer weiteren Unwetternacht in Italien ab. Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Erdrutsche aufgrund starker Regenfälle lösten allein in der Lombardei 250 Einsätze aus. In Perugia (Umbrien) riss ein Wirbelsturm, Telefonmasten und Werbetafeln um, und deckte die Dächer von Gebäuden ab. Eine Tragödie ereignete sich in der Küstenstadt Terracina.
Unglück im Badeort an der Küste – Tote und Verletzte nach Dacheinsturz von Sternerestaurant
Das Dach eines bekannten Sternerestaurants stürzte ein. Die Sommelière (31) kam dabei ums Leben, zehn weitere Menschen wurden verletzt. Viele Fragen sind nach dem schrecklichen Unglück im Badeort in der Provinz Latina zunächst noch offen. Die Polizei untersucht die Trümmer des Restaurants L‘Essenza in Terracina, berichtet rainews.it. Das schlechte Wetter, insbesondere starker Wind, könnte für den tödlichen Dacheinsturz gegen 22 Uhr verantwortlich sein, heißt es auch bei der Nachrichtenagentur Ansa. Im Ort regnete es nicht, in der ganzen Region herrschte jedoch Alarmstufe Gelb.
Olympiastraße in Italien erneut durch Mure verschüttet – Wetteralarm auch in Genua
Schlamm, Steine und Geröll haben an diesem Dienstagmorgen (8. Juli) erneut die Staatsstraße SS 51 in San Vito Cadore in der Provinz Belluno verschüttet. Der Murenabgang ereignete sich etwa 40 Meter von dem am 1. Juli. Techniker begutachten den Schaden auf der wichtigen Route nach Cortina d‘Ampezzo und bereiten Räumungsarbeiten vor.
In der Genua stürmte es gegen 23 Uhr. Bäume im Stadtzentrum stürzten um, Straßen mussten zeitweise wegen Überflutungen gesperrt werden.
Unwetter-Welle in Italien – Zivilschutz aktiviert Warnstufen für 14 Regionen
Bei der Wetterlage ist noch keine Entspannung in Sicht. Plötzliche Wolkenbrüche mit Hagel, Sturm und Gewitter sind erneut angesagt. Für 14 Regionen gilt am Dienstag (8. Juli) eine Unwetterwarnung mit Gewittergefahr, wie aus dem Bulletin des Zivilschutzes hervorgeht:
- Alarmstufe Orange: Teile der Lombardei und Venetiens
- Alarmstufe Gelb: Trentino-Südtirol, Friaul-Julisch, Venetien, Emilia-Romagna, Teile der Toskana, Umbrien, Teile von Latium, die Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata und Kalabrien
Strände, Städte, kulturelle Highlights: Die schönsten Urlaubsorte in Italien




„Wasserbombe abgestürzt“
Die instabile Lage kann lokal extreme Wetterereignisse verursachen. In Bacoli in der Provinz Neapel ist eine „Wasserbombe abgestürzt“, schreibt der Bürgermeister von Bacoli, Josi Gerardo Della am Montag (7. Juli) auf Facebook. „In weniger als einer Stunde haben wir einen Wasserfall von 90 mm registriert. Das ist die höchste Menge, die die Wetterstationen derzeit in der gesamten Provinz Neapel gemessen haben.“
Schon im Mai traten heftige Unwetter den Norden Italiens. Ein Hagelsturm bedeckte ganze Landstriche mit Weiß und führte zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen.(ml)
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