Meteor-Schauer

Sternschnuppen 2022: Lyriden erreichen Höhepunkt - dann sind sie am besten zu sehen

Der Meteor-Strom der Lyriden 2022 hat am Freitag den Höhepunkt erreicht. Ein genauer Blick gen Himmel lohnt sich: Es sind viele Sternschnuppen zu erwarten.

Hamm - Der April 2022 steckt voller spannender Himmelsereignisse. Am Karsamstag konnten wir den Pink Moon bestaunen. Der vierte Vollmond des Jahres strahlte besonders hell. Pünktlich zu Ostern legten aber auch die Lyriden los, ein Meteorstrom, der uns viele Sternschnuppen beschert. An diesem Wochenende haben die Lyriden 2022 ihren Höhepunkt erreicht. Wir verraten Ihnen, wann und wo Sie den Sternschnuppen-Schauer am besten sehen können.

MeteorstromLyriden
Beginn14. April
Maximum22. April
Ende30. April

Sternschnuppen im April 2022: Wann die Lyriden am besten zu sehen sind

Die Aktivität der Lyriden beginnt in der Regel am 16. April und dauern bis zum 25. April, erklärt Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetariums Hamburg. „Unser Planet kreuzt die staubige Spur des Kometen Thatcher, sodass winzige Kometensplitter auf die Erdatmosphäre prallen und als Sternschnuppen verglühen“, erklärt Kraupe. Allerdings seien die Meteorraten die meiste Zeit eher niedrig.

Aber: Am 22. April um 21 Uhr passierte die Erde den dichtesten Teil des Lyriden-Stroms, sagten die Experten des Planetariums Hamburg. Die Lyriden 2022 erreichten dann also ihren Höhepunkt und es bestand die Chance, viele Sternschnuppen am Himmel beobachten zu können. Um 21 Uhr waren sie in Deutschland noch nicht sichtbar, aber ab Mitternacht gab es eine gute Chance, viele Sternschnuppen am Himmel sehen zu können.

Lyriden 2022 beobachten: So können Sie die Sternschnuppen gut sehen

„Um die Lyriden zu beobachten, suchen sich Interessierte einen dunklen Ort fern der Lichter der Stadt. Außerdem ist es wichtig, den eigenen Augen mindestens 20 Minuten in völliger Dunkelheit zu geben, damit sie sich an die Lichtverhältnisse gewöhnen können“, rät Professor Kraupe. „Auch der Blick auf das helle Smartphone-Display sollte vermieden werden.“

Laut Kraupe soll man halbhoch in den dunkelsten Bereich des Himmels blicken, sich dabei am besten setzen oder legen und vor allem Zeit lassen. Experten rechneten in der besagten Nacht mit 18 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde.

Sternschnuppen der Lyriden sind im Jahr 2020 am Himmel über der Ostsee zu sehen.

Der Meteorstrom tritt jedes Jahr im April auf und ist schon seit einigen Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung bekannt. Die Beobachtung, die aufgezeichnet wurde, machten Chinesen im Jahr 687 vor Christus. Sie sprachen von Sternen, die wie Regen vom Himmel fielen.

Auch im Jahr 1982 sorgten die Lyriden für ein wahres Spektakel am Himmel: Es wurden 90 Meteore pro Stunde beobachtet, die den Himmel erhellten. Zwischenzeitlich wurden sogar für wenige Minuten Raten zwischen 180 und 300 Meteore pro Stunde registriert.

Immer wieder können wir uns an Himmelspektakeln erfreuen. Im Dezember waren am Nachthimmel über NRW unzählige Sternschnuppen der Geminiden zu sehen. Wenige Monate zuvor erreichte der Draconiden-Meteorschauer seinen Höhepunkt. Am bekanntesten sind aber wohl die Perseiden, die im August für hunderte Sternschnuppen am Himmel sorgen.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

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