News-Ticker

Nachtclub-Inferno in Nordmazedonien: Zahl der Toten steigt – Minister nennt neue Details

Eine Katastrophe ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in Nordmazedonien. Flammen forderten in einem Club dutzende Tote. Erneut steigt die Zahl der Opfer an.

Update vom 16. März, 13.20 Uhr: Nach dem verheerenden Brand in einem Club in Nordmazedonien steigt die Zahl der Opfer erneut an. Wie der nordmazedonische Innenminister Pance Toskovski bei einer Pressekonferenz in der Kleinstadt Kocani erklärt hatte, sind 59 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 155 Menschen wurden bei der Tragödie verletzt.

Update vom 16. März, 10.50 Uhr: Es sind dramatische Szenen, die sich nach dem verheerenden Club-Brand in Nordmazedonien abgespielt haben. Und auch die Opferzahlen steigen weiter an. Wie der nordmazedonische Innenminister Pance Toskovski bei einer Pressekonferenz vor der Polizeiwache in der Kleinstadt Kocani erklärt hatte, sind bei dem Brand 51 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere Menschen wurden verletzt.

Nach den Worten des Ministers brach das Feuer um etwa 2.30 Uhr in der Nacht zum Sonntag aus, als die im Land beliebte Band DNK in der Diskothek „Puls“ ein Konzert gab. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen löste eine für Lichteffekte eingesetzte Funkenmaschine den Brand aus. Die Funken hätten die aus leicht entflammbarem Material bestehende Deckenkonstruktion entzündet, fügte er hinzu. Mehrere Personen seien im Zusammenhang mit dem Unglück festgenommen worden, unter ihnen Organisatoren des Konzerts. 

Zum Zeitpunkt der Katastrophe sollen sich 1.500 hauptsächlich junge Leute in der Diskothek aufgehalten haben. Medien in Nordmazedonien berichteten von dramatischen Szenen. Verzweifelte Eltern würden mit Fotos in sozialen Medien nach ihren Kindern suchen. Bürger halfen mit ihren eigenen Autos aus und folgten den Rettungswagen, um Schwerverletzte in die Krankenhäuser zu bringen. Das Krankenhaus in der 25.000-Einwohner-Stadt Kocani erwies sich schnell als überfordert. Ambulanzen brachten Verletzte auch in die größere Stadt Stip sowie in die Hauptstadt Skopje. 

Ursprungsmeldung vom 16. März 2025: Skopje - Mindestens 50 Menschen sind bei einem Brand in einer Diskothek in Nordmazedonien nach amtlichen Angaben ums Leben gekommen. Das berichtete die nordmazedonische Nachrichtenagentur MIA unter Berufung auf das Innenministerium des Landes.

Die Katastrophe habe sich in der Kleinstadt Kocani, etwa 100 Kilometer östlich von Skopje, ereignet, als eine im Land beliebte Band in der Diskothek ein Konzert gab. Demnach gebe es auch bereits einen ersten Verdacht zur Unglücksursache.

Nordmazedonien, Kocani: Rettungskräfte stehen vor einem Nachtclub, nachdem am frühen Sonntag ein Großbrand ausgebrochen ist.

Tragödie in Nordmazedonien – Flammen-Inferno in Club fordert mindestens 50 Tote

Nach Medienberichten gab es außerdem eine große Zahl von Verletzten. Diese habe die Kapazität des städtischen Krankenhauses überstiegen, sodass viele der Verletzten in die Hauptstadt Skopje gebracht wurden. Laut Innenministerium lösten pyrotechnische Mittel den Brand aus. Nähere Angaben machte das Ministerium hierzu zunächst nicht. 

Der örtliche Fernsehsender Kocani TV äußerte die Vermutung, dass das Feuer auf die technische Anlage zurückging, die die Lichteffekte für den Auftritt der Band erzeugte. In dem überfüllten Lokal sollen sich zum Zeitpunkt der Katastrophe Hunderte junge Menschen aufgehalten haben.

Erst im vergangenen Jahr war in den Räumlichkeiten eines Istanbuler Nachtclubs in der Mittagszeit ein Feuer ausgebrochen. Dabei starben 29 Menschen.

Rubriklistenbild: © Kocani TV/Kocani TV/AP/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion