Partielle Finsternis

„Beeindruckendes Naturereignis“ in 2025: Uhrzeit und Datum der Sonnenfinsternis

Anfang des Jahres 2025 kann in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis beobachtet werden. Das Naturereignis findet idealerweise an einem Samstag statt. Alle Infos.

Hamm - Wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt, entsteht eine Sonnenfinsternis. Es handelt sich dabei um ein besonders beeindruckendes astronomisches Ereignis. Die Sonne wird durch den Mond teilweise oder ganz verdeckt. Nach über zwei Jahren kann Anfang 2025 in Deutschland wieder eine Sonnenfinsternis beobachtet werden. Es handelt sich zwar „nur“ um eine partielle Finsternis, je nach Region werden aber immerhin rund 21 Prozent der Sonne verdeckt sein.

„Beeindruckendes Naturereignis“: Datum und Uhrzeit der Sonnenfinsternis in 2025

Die nächste partielle Sonnenfinsternis findet am 29. März 2025 statt, idealerweise ein Samstag. „Über Hamburg beginnt das beeindruckende Naturereignis um 11.25 Uhr MEZ, die maximale Verfinsterung unseres Sterns sehen wir um 12.17 Uhr MEZ und um 13.09 Uhr MEZ ist das Spektakel auch schon wieder vorbei“, erläutert das Planetarium Hamburg. In einer Mitteilung sprechen die Experten rund um Direktor Dr. Björn Voss von einem „beeindruckenden Naturereignis“. Die letzte partielle Sonnenfinsternis war im Oktober 2022 über Deutschland zu sehen.

Der Mond schiebt sich während einer partiellen Sonnenfinsternis vor die Sonne.

„Immerhin rund 21 Prozent der Sonne werden über Hamburg verdeckt – in Berlin sind es zum Beispiel nur knapp 16 Prozent. Je weiter wir uns im Nordwesten befinden, desto beeindruckender fällt die Finsternis aus“, schildert Dr. Voss. Die größte Finsternis wird wohl auf Sylt erreicht.

Totale Sonnenfinsternis: Seltenes Spektakel erst wieder 2081 über Deutschland zu sehen

Die letzte Sonnenfinsternis fand am 8. April 2024 statt, es handelte sich sogar um eine totale Finsternis. Das Spektakel war jedoch nicht in Mitteleuropa zu sehen. In den Genuss kamen größtenteils nur die Bewohner von Nord- und Mittelamerika. In Deutschland fand die letzte totale Sonnenfinsternis im August 1999 statt. Und die nächste lässt auch noch ein paar Jahrzehnte auf sich warten.

Totale Sonnenfinsternis am 8. April in Nordamerika: Das Spektakel in Bildern

Zwei Sonnenfinsternis-Touristen sehen durch eine Sonnenbrille, wie der Mond die Sonne während einer totalen Sonnenfinsternis teilweise verdeckt, gesehen von Wooster, Ohio.
Sonnenprotuberanzen sind während einer totalen Sonnenfinsternis von Dallas aus zu sehen.
Auch in Montreal (Kanada) beobachteten viele Menschen die totale Sonnenfinsternis.
Totalen Sonnenfinsternis aus einer Cessna
Totale Sonnenfinsternis am 8. April in Nordamerika: Das Spektakel in Bildern

Erst im September 2081 wird es die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland geben. „Dann wird sich das Naturspektakel in der Region des Bodensees ereignen, über Hamburg leider erst wieder am 7. Oktober 2135“, so Dr. Björn Voss. Wer nicht so lange abwarten möchte, muss sich übernächstes Jahr auf den Weg nach Spanien machen. Dort ist eine totale Sonnenfinsternis bereits Mitte 2026 zu sehen.

Sonnenfinsternis

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Je nachdem, wie viel er von ihr verdeckt, sehen wir eine totale, eine ringförmige oder eben eine partielle Sonnenfinsternis. „Wer sich nun fragt, wie ein vergleichsweise kleiner Himmelskörper mit einem Durchmesser von 3.474,8 Kilometern einen gigantisch großen wie die Sonne mit einem Durchmesser von 1.392.700 Kilometern im Falle einer totalen Finsternis komplett verdecken kann, sei an die großen Entfernungsunterschiede erinnert“, erklärt Dr. Björn Voss vom Planetarium Hamburg.

„Selbst riesige Sterne wirken klein, wenn sie nur weit genug entfernt sind. Von der Sonne trennen uns im Durchschnitt 149,6 Millionen Kilometer, vom Mond nur 384.400 Kilometer. Um die Sonne zu bedecken, muss sich unser Trabant allerdings zu seiner Neumondphase genau zwischen Sonne und Erde befinden. Denn dann steht er für uns in Richtung der Sonne und wir sehen nur seine unbeleuchtete Seite. Der kegelförmige Schatten des Mondes trifft auf die Erde und wer sich in der schmalen Zone seines Kernschattens befindet, kommt in den Genuss einer totalen Sonnenfinsternis.“ Das ist selten – denn die Bahn des Mondes ist um 5 Grad zur Erdbahnebene geneigt, sodass er meist nördlich oder südlich an der Sonnenscheibe vorbeiwandert. Quelle: Planetarium Hamburg

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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