Orkanböen möglich

Hurrikan steuert auf Deutschland zu: „Er könnte uns treffen“

Hurrikan Kirk nimmt Kurs auf die Küste Europas. Er könnte auch Deutschland als Sturm- oder Orkantief treffen. Doch noch ist seine genaue Zugrichtung nicht klar.

Hamm - Ein Hurrikan der Kategorie 4 (sehr stark) mit Mittelwinden von 230 km/h tobt derzeit auf dem Atlantik. „Er wird eindrehen und sich bis nächste Woche Europa nähern“, so die Meteorologen von Kachelmannwetter. Der Hurrikan trägt den Namen Kirk und könnte als Sturm- oder Orkantief auf Europa und somit auch Deutschland treffen. Laut Meteorologen sind die Prognosen unsicher, denn die Zugrichtung des Wirbelsturms ist noch unklar. Fest steht aber: Der Ex-Hurrikan sorgt wieder für wärmeres Wetter.

Hurrikan steuert auf Deutschland zu – „Er könnte uns treffen“

„Er könnte uns treffen“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Allerdings müssten die Menschen hierzulande nicht befürchten, dass der Hurrikan mit den eingangs erwähnten Windstärken Richtung Deutschland ziehe. Hurrikan Kirk erreiche die Küste Europas als außertropisches Sturmtief, was es allerdings immer noch in sich habe. So könne der ehemalige Hurrikan auch als Orkantief durch Westeuropa fegen.

Laut Kachelmannwetter „könnte sich am Donnerstag eine Sturmlage zusammenbrauen“. So prognostiziere es derzeit das Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Vor allem in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland sei mit Spitzenböen bis 95 km/h in tiefen Lagen zu rechnen, sagt Dominik Jung. In höheren Lagen, etwa in der Gipfelregion Weinbiet im Pfälzerwald könnten orkanartige Böen auftreten.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
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„Spannende Wetterentwicklung“: Ex-Hurrikan bringt warme Luft nach Deutschland

Dominik Jung spricht bei IPPEN.MEDIA von einer „spannenden Wetterentwicklung“. Auf seiner Vorderseite schiebe der Ex-Hurrikan warme Luftmassen bis nach Deutschland. Deshalb würden die Temperaturen in der kommenden Woche steigen. Der Meteorologe kündigt gar eine Wetterwende an, die unter anderem in NRW einen „Wärmeberg“ auslöse.

Laut Dominik Jung erhöht der Klimawandel die Intensität der Stürme und verändert die Wetterbedingungen. „Hurrikans entstehen über dem warmen Wasser der Tropen, verlieren aber auf ihrem Weg nach Europa an Energie. Dennoch können sie als Tiefdruckgebiete bei uns für schwere Stürme und viel Regen sorgen“, erklärt Jung.

Rubriklistenbild: © Marc John/Imago

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