STIKO-Empfehlung

Für wen ist die Grippeimpfung 2023sinnvoll? Infos zu Zeitpunkt und Nebenwirkungen

Der erste Winter ohne Masken-Pflicht steht in Deutschland bevor. Gleichzeitig beginnt die Grippezeit. Aus diesem Grund ist für einige eine Grippeimpfung sinnvoll.

Hamm - Die kalte Jahreszeit steht in den Startlöchern. Und damit beginnt auch die Erkältungs- und Grippezeit. Eine Grippe - auch Influenza genannt - ist eine ernsthafte Erkrankung und nicht mit einer Erkältung vergleichbar. Nun steht in Deutschland zusätzlich der erste Winter ohne Corona-Masken bevor. Daher startet im Herbst auch die Impfsaison gegen die Grippe, die für einige Personen von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Aber für wen ist sie sinnvoll? Wann soll man damit starten? Welche Nebenwirkungen gibt es? Und können auch Kinder die Impfung bekommen?

Grippeimpfung 2023: Für wen ist sie sinnvoll?

„Damit wir den Winter ohne Maske auch genießen können, empfiehlt sich für viele Menschen eine Grippeschutzimpfung“, erklärt Jörg Lehmann, Vorsitzender der Bezirksgruppe Märkischer Kreis Süd im Apothekerverband WestfalenLippe (AVWL). Doch nicht für jeden ist die Impfung sinnvoll. Die STIKO empfiehlt eine Grippeimpfung für:

  • Menschen ab 60 Jahren,
  • Personen mit chronischen Grundleiden
  • Schwangere
  • Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen
  • Berufstätige mit erhöhtem Kontaktrisiko

Grippeimpfung 2023: Ab wann ist der beste Zeitpunkt?

Laut Robert-Koch-Institut hat die jährliche Grippewelle in Deutschland in den vergangenen Jahren meist nach der Jahreswende ihren Höhepunkt erreicht. Die Fallzahlen steigen ab Ende September an. Um rechtzeitig und bestmöglich geschützt zu sein, wird deshalb empfohlen, sich ab Oktober bis Mitte Dezember gegen die Grippe impfen zu lassen. Denn: Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz komplett aufgebaut ist. Dennoch kann die Impfung auch im Verlauf der Grippewelle nachgeholt werden, sollte sie in den empfohlenen Monaten versäumt werden.

Grippeimpfung 2023: Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die Grippeimpfung ist laut infektionsschutz.de eine gut verträgliche Impfung. Dennoch kann es - wie auch bei jeder anderen Impfung - zu Nebenwirkungen kommen. Durch die Anregung der körpereigenen Abwehr können beispielsweise Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle entstehen. Die Stelle kann nach der Impfung eventuell auch schmerzen. In den ersten Tagen nach der Impfungen können außerdem folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Frösteln
  • Fieber
  • Müdigkeit
  • Übelkeit
  • Muskelschmerzen
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Appetitlosigkeit

Diese Nebenwirkungen klingen in der Regel nach ein bis zwei Tagen ab. Schwere Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen sind bei allen Impfstoffen sehr selten.

Grippeimpfung 2023: Wo bekomme ich sie?

Eine Grippeimpfung kann man sich beim Hausarzt geben lassen. Ergänzend zu den Arztpraxen bieten auch viele Apotheken vor Ort Grippeschutzimpfungen an – insbesondere in Randzeiten, in denen Arztpraxen geschlossen sind. Einen Überblick, welche Apotheke gegen die Grippe impft, gibt es auf dieser Website.

Grippeimfpung 2023: Gibt es sie auch für Kinder?

Die STIKO rät Kindern, die bei einer Grippeerkrankung ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben, zu einer Impfung gegen die Grippe. Darunter zählen zum Beispiel Vorerkrankungen wie Diabetes, Herz- und Nierenerkrankungen, Asthma oder andere chronische Atemwegserkrankungen und Immunschwäche. Auch wenn Kinder in einem Haushalt mit anderen immunsupprimierten Kindern oder Erwachsenen leben, wird eine Grippeimpfung empfohlen. Hierbei unterscheiden sich zwei Impfstoffe, die für Kinder geeignet sind.

TotimpfstoffeLebendimpfstoffe
für Kinder ab 6 Monatenfür Kinder von 2 bis 17 Jahren
Kinder bis 9 Jahre erhalten in der Regel 2 Impfungenwird als Nasenspray verabreicht

Wichtig: Ein Lebendimpfstoff darf nicht bei einer Immunschwäche, schwerem Asthma oder einer Salicylat-Therapie verabreicht werden. Da Kinder den Lebendimpfstoff als Nasenspray bekommen, ist er besonders für Kinder mit Angst vor Spritzen geeignet.

Und auch die Corona-Zahlen steigen wieder und neue neue Virusvarianten wie zuletzt „Pirola“ tauchen in Deutschland auf. Zum Herbst rückt daher auch die Coronaimpfung wieder in den Fokus. Doch das RKI empfiehlt sie nicht jedem.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare