Eine Person noch vermisst
Schweres Lawinen-Unglück in den USA: Acht Tote entdeckt – Retter finden Überlebende im Schnee
Lawinen-Drama in Kalifornien: Zehn Skifahrer werden vermisst, sechs kämpfen in provisorischem Schneelager ums Überleben. Doch die Rettung ist gefährlich.
Update vom 19. Februar 2026: Es ist das verheerendste Lawinenunglück im US-Bundesstaat Kalifornien seit mehr als 40 Jahren: Nach einem Lawinenabgang nahe Castle Peak im Tahoe-Nationalwald sind acht Menschen tot aufgefunden worden. Ein weiterer wird noch vermisst und gilt wegen der Wucht des Abgangs und der Wetterlage als wahrscheinlich tot, wie Sheriff Shannan Moon sagte. Sechs Menschen überlebten das Unglück.
Ereignet hat sich das Unglück am Dienstag, 17. Februar 2026. Gegen 11.30 Uhr (Ortszeit) war bei der Notrufzentrale ein automatisches Notsignal eingegangen. Die Gruppe, bestehend aus vier Bergführern und elf Gästen, war auf dem Rückweg einer dreitägigen geführten Skitour im freien Gelände zu den Frog-Lake-Hütten gewesen, als sich ein Schneebrett löste. In der Gruppe waren neun Frauen und sechs Männer.
Umgehend wurde ein großer Rettungseinsatz ausgelöst, mehr als 50 speziell ausgebildete Kräfte machten sich auf den Weg, um die Überlebenden zu retten. Viele Freiwillige schlossen sich dem Einsatz an. Eine Pistenraupe kam jedoch nur bis auf gut drei Kilometer an die Unglücksstelle heran. Von dort aus mussten die Einsatzkräfte auf Skiern weiter. Die Überlebenden litten laut Angaben der Einsatzleitung unter Verletzungen und medizinischen Problemen, zwei von ihnen konnten nicht mehr gehen.
Von den sechs Geretteten ist einer ein Bergführer. Die fünf anderen Überlebenden sind Gäste, drei Männer und zwei Frauen. Zwei Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich, hieß es.
Lawinen-Drama in den USA: Zehn Vermisste, sechs Menschen harren unter Plane aus – Rettung schwierig
Ursprungsmeldung vom 18. Februar 2026: Der Schnee fällt unerbittlich, der Wind peitscht durch die Berge – und irgendwo in dieser weißen Hölle kämpfen sechs Menschen ums Überleben. Im Skigebiet Castle Peak in Kalifornien hat eine Lawine eine Gruppe von 16 Tourenskifahrern erfasst. Zehn von ihnen werden noch immer vermisst.
Die Katastrophe ereignete sich am Dienstagvormittag gegen 11:30 Uhr Ortszeit. Eine Gruppe von vier Skiführern und zwölf Gästen war gerade auf dem Rückweg von einer dreitägigen Backcountry-Tour am Frog Lake, als die Schneemassen herabstürzten. Sechs Skifahrer konnten sich selbst befreien und warten nun auf ihre Rettung. Ashley Quadros, Sprecherin des Nevada County Sheriff‘s Office, berichtete: „Sie haben einen provisorischen Unterschlupf mit einer Plane errichtet und tun alles, was sie können, um zu überleben und auf Rettung zu warten“, zitiert in CNN.
Drama in der Sierra Nevada: Zehn Skifahrer nach Lawine vermisst – Rettung unter extremen Bedingungen
Mehr als 50 Rettungskräfte kämpfen sich durch das Schneechaos zu den Überlebenden vor. Captain Russell Greene vom Nevada County Sheriff‘s Office erklärte die dramatische Lage: „Es wird ein langsamer und mühsamer Prozess, da die Einsatzkräfte aufgrund der weiterhin sehr hohen Lawinengefahr äußerst vorsichtig sein müssen.“
Die Retter wurden sowohl durch den Tourenanbieter als auch durch Notfall-Signalgeräte der Skifahrer alarmiert. Spezialisierte Ski-Rettungsteams von Boreal Mountain Ski Resort und Tahoe Donner‘s Alder Creek Adventure Center unterstützen die Suche, berichtete CBS. Castle Peak liegt im Tahoe National Forest an der Grenze zu Nevada, zwischen Sacramento und Reno. Das Gebiet ist bei Backcountry-Skifahrern sehr beliebt, aber auch gefährlich. Allein in den letzten 24 Stunden fielen fast 80 Zentimeter Neuschnee.
Die Behörden warnen eindringlich vor Ausflügen in die Region. Eine Lawinenwarnung gilt bis Mittwoch. „Die Wetterbedingungen sind weiterhin extrem gefährlich“, betonen die Einsatzkräfte. Bereits im Januar starb ein Schneemobilfahrer bei einer Lawine in derselben Gegend, schreibt CBS. Die Interstate 80 musste wegen des Schneesturms von Colfax bis zur Staatsgrenze von Nevada komplett gesperrt werden. Während die Rettungskräfte gegen die Zeit kämpfen, hoffen Angehörige und Freunde auf ein Wunder in den verschneiten Bergen der Sierra Nevada. Auch in den Alpen kommt es zu Lawinen, drei Skifahrer starben erst kürzlich dort bei einem Abgang. (Quellen: CBS, CNN, dpa) (kiba)
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