Faustregel hilft

Schweiß, Hausstaub und Milben: Wie oft sollte ich Bettwäsche waschen?

Bettwäsche hält nicht nur warm, sie dient Bakterien und Milben ebenso als feuchtwarmes Territorium. Deswegen sollte man sie regelmäßig waschen. Eine Faustregel hilft.

Hamm - Es gibt doch nichts Schöneres, als frisch geduscht in einem frisch bezogenen Bett zu liegen. Aber wie oft sollte man die Bezüge wechseln und waschen? Und warum ist das so wichtig?

Bettwäsche regelmäßig waschen: Warum das wichtig ist

Gerade in der Herbst- und Winterzeit neigen wir dazu, vermehrt zu Erkältungs- und Grippe mit uns herumzutragen. Die setzen sich laut dem Gesundheitsmagazin der AOK auch in unserer Bettwäsche ab. Doch nicht nur die finden unsere Schlafkojen gemütlich, sondern auch andere Mikroorganismen wie Milben und der bekannte Hausstaub.

All diese Partikel sind so klein, dass wir sie mit bloßem Auge nicht sehen - aber sie sind da. Wenn wir schlafen, produzieren wir Menschen Wärme und auch Schweiß. Gerade auf den Spannbettlaken finden Milben und Bakterien dieses warme und feuchte Klima ganz besonders bequem.

Nicht nur Schweiß und Wärme geben wir im Schlaf ab, sondern auch Hautschuppen und Haare. Das gilt übrigens auch für Tiere, die mit im Bett schlafen. Auch wenn das etwas ganz Natürliches ist, setzen sich diese Dinge auf Kissen, Laken und Decke ab. Wenn man seinen Bettbezug also nicht regelmäßig wäscht, kann das vor allem für Allergiker und Asthmatiker problematisch werden.

Frische Bettwäsche: Es gibt eine Faustregel

Wir wissen also, dass sich mit der Zeit eine ganze Menge an Mikroorganismen in unseren Betten herumtreibt. Die AOK sagt deshalb als Faustregel: Alle 14 Tage sollte die Bettwäsche (Bezüge und Laken) gewaschen werden. Wer viel schwitzt oder nackt schläft, sogar ein mal die Woche. Das sei vor allem im Sommer und mit Haustieren wichtig.

In den Kissen und Bettdecken sammeln sich ebenfalls Milben, Schweiß und Hautschuppen an. Die AOK rät, auch diese Dinge mindestens zweimal im Jahr mitzuwaschen. Wenn das Bett abgezogen wird, sollten die Lacken und Kissen nicht großartig aufgeschüttelt werden, da sich so die Milben und der Staub im Zimmer verteilen könnten. Lieber die Bezüge beim Abziehen vorsichtig auf links drehen und alle Knöpfe und Reißverschlüsse zu machen. Die Bettwäsche auf links zu waschen, schont den Stoff.

40 oder 60 Grad? Mit oder ohne Handtücher? Bettwäsche richtig waschen

Oft sagt man im Haushalt „Viel hilft viel“. So ganz richtig ist das aber nicht. Wer meint, seine Bettwäsche auf 90 Grad zu waschen, der täuscht sich. Im schlimmsten Fall läuft er sogar Gefahr, dass der Stoff einläuft. Mit 60 Grad im Vollwaschgang werden alle Bakterien, Milben und Keime ausgespült. Das gilt vor allem für Baumwolle, Mikrofaser oder Jerseystoffe. Satin-, Leinen-, Seersucker- und Seiden-Bettwäsche sollten auf 40 gewaschen werden.

Der Stoff entscheidet auch über das Waschmittel. Aber egal ob Voll-, Color- oder Wollwaschmittel verwendet wird: Alle lösen aber die nächtlichen Mitbewohner. Wer sich neue Bettwäsche kauft, sollte diese vorher auch einmal waschen. Das geht laut AOK sehr gut mit Handtüchern. Die sollten nach dem vierten Benutzen auch eine Runde in der Waschmaschine drehen. Voll ist die Waschmaschine übrigens dann, wenn die Wäsche mit ein bisschen Druck in die Trommel passt. Das sagt die Stiftung Warentest. Dann wäscht die Waschmaschine auch ökologisch.

Rubriklistenbild: © Svetlana Karner/Imago

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