Saison-Finale naht
Vertikutieren im Herbst: Die Sechs-Wochen-Regel kennt kaum jemand
Das Vertikutieren im Herbst bleibt umstritten, kann Ihrem Rasen jedoch den entscheidenden Vorteil für den Winter sichern. Wann sich die Kur tatsächlich lohnt.
Kassel – Das Frühjahr gilt als die klassische Zeit, um dem Rasen mit dem Vertikutierer eine Verjüngungskur zu gönnen. Doch wussten Sie, dass auch der Herbst ein idealer Zeitpunkt sein kann? Milde Temperaturen und feuchter Boden können die Regeneration der Gräser sogar begünstigen und den Rasen perfekt auf den Winter vorbereiten.
Ob das Vertikutieren im Herbst für Ihren Rasen eine Wohltat oder unnötiger Stress ist, hängt von seinem Zustand ab. Experten weisen laut dem deutschen Verbrauchermagazin Öko-Test darauf hin, dass eine dünne Filzschicht bis zu einem halben Zentimeter nicht entfernt werden muss, da sie den Boden sogar vor Austrocknung schützt. Eine Pflegemaßnahme ist also nur bei starkem Moosbefall oder einer dicken, luftundurchlässigen Filzschicht wirklich notwendig.
Der richtige Zeitpunkt und die richtige Technik sind entscheidend
Wenn Sie sich fürs Vertikutieren entscheiden, ist das richtige Timing alles. Der beste Zeitraum liegt je nach Region zwischen Anfang September und Mitte Oktober. Fachleute betonen, dass die Maßnahme so früh im Herbst erfolgen muss, dass der Rasen sich vor dem Wintereinbruch vollständig erholen kann. Die entstandenen Lücken in der Grasnarbe benötigen etwa sechs bis acht Wochen, um sich wieder zu schließen.
Trotz der Vorteile gibt es auch Argumente gegen eine herbstliche Vertikutier-Aktion. Das Gartenmagazin Mein schöner Garten gibt zu bedenken, dass im Herbst besonders viele Unkrautsamen durch die Luft fliegen, die sich in den Lücken der Grasnarbe festsetzen können. Zudem bedeutet herabfallendes Laub zusätzlichen Stress, da es dem frisch bearbeiteten Rasen Licht nimmt und mühsam entfernt werden muss.
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Für ein erfolgreiches Vertikutieren im Herbst sollten Sie den Rasen an einem trockenen Tag bearbeiten. Stellen Sie die Messer des Geräts so ein, dass sie die Grasnarbe nur etwa drei Millimeter tief anritzen, um die Wurzeln nicht zu verletzen. Entfernen Sie den gelösten Rasenfilz gründlich und säen Sie auf kahlen Stellen direkt nach. Ein spezieller Herbstdünger mit hohem Kaliumanteil stärkt die Gräser zusätzlich und macht sie widerstandsfähig für die kalte Jahreszeit. (Quelle: mein-schoener-garten.de, oekotest.de)
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